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Sunkings
„Hari“ hofft auf Platz vier – zum Abschied?

Saarlouis. Sunkings wollen Saison konzentriert zu Ende spielen Von David Benedyczuk

Drei Spiele stehen den Regionalliga-Basketballern der Saarlouis Sunkings noch bevor. Zwei davon vor Heimkulisse in der Stadtgartenhalle, das erste an diesem Sonntag um 15 Uhr gegen die Reserve von ProA-Ligist Crailsheim Merlins. Während die Baden-Württemberger als Tabellenelfter im engen Abstiegskampf dringend Punkte brauchen, geht es für die „Sonnenkönige“ um nicht mehr viel. Nach einer Zittersaison samt Rettung auf den letzten Drücker lief es für das Team von Trainer Dennis Mouget deutlich besser: Mit 15 Siegen und zehn Niederlagen sind die Sunkings Vierter und könnten gemütlich austrudeln lassen – wovon Hari Mujkanovic aber nichts wissen will: „Wir wollen die Saison jetzt auch auf Platz vier beenden und den guten Gesamteindruck bestätigen. Zu den drei Topteams fehlt uns noch ein Stück, das hat man gesehen. Dennoch lief die Runde erfolgreich“, sagt der 2,04-Meter-Center.


Gegen Crailsheim gehe es darum, sich nach der 80:84 (46:49)-Schlappe bei den Flashers Fellbach wieder besser zu präsentieren: „Wir hätten Rang vier dort schon klarmachen können. Aber gut, das war ein Ausrutscher. Wir haben keine gute erste Halbzeit gespielt“, moniert Mujkanovic, der in Fellbach zu den Besseren zählte und auf 16 Zähler kam. „Meine Saison war ganz in Ordnung“, sagt der 30-Jährige, der nach der knappen Rettung im Vorjahr eigentlich aufgehört hatte, ehe es doch wieder in den Fingern juckte. Angesichts des kleinen Saarlouiser Kaders ein Segen. Wobei das Thema Karriereende nun scheinbar wieder akut wird: „Genaues kann ich noch nicht sagen. Aber ich habe momentan beruflich und familiär viel Arbeit und Stress. Das hat sich zuletzt verschärft, es war nicht leicht, immer ins Training zu kommen“, verrät der Jungvater, dem beruflich auch weiterhin viel bevorsteht: „Ich arbeite beim Steuerberater, da warten bis Mai mehrere größere Abschlüsse. Das belastet mich. Wenn ich heimkomme, bleibt mir vielleicht eine halbe Stunde – dann geht’s ins Training.“

Er wolle daher die weitere Entwicklung abwarten: „Ich lasse das vorerst offen“, sagt Mujkanovic, wobei in einigen Aussagen mitschwingt, dass er zum Aufhören tendiert: „Im Jugendbereich haben wir die letzten Jahren ja gute Arbeit geleistet. Es gibt Nachwuchs, der definitiv das Potenzial hat, den wir jetzt heranführen – und dann kann, wie Dennis es formuliert, die alte Generation auch mal ausgetauscht werden“, meint der Hüne – und grinst. Weil in der Oberliga schon Schluss ist, hatten einige aus der neuen Generation zuvor im Sunkings-Training mitgemischt.



Ein Akteur, der zeitnah in Mujkanovics Fußstapfen treten könnte, ist Jonathan Almstedt. Der 18-Jährige scheint sogar noch ein paar Zentimeter größer zu sein. Junge und hungrige Spieler warten auch am Sonntag in den Reihen der Gäste. Mujkanovic ist sich trotz des 95:69-Hinspielsiegs in Crailsheim sicher: „Das wird kein leichtes Spiel, weil die unbedingt in der Liga bleiben wollen“, sagt er zum Gegner im Abstiegskampf – während er seinen „Abschiedskampf“ weiterführt.