Hoffen auf den Basketball-Gott

Basketball: Regionalliga-Schlusslicht Sunkings empfängt Heidelberg zum Kellerduell.

Es ist quasi ein erstes Endspiel um den Klassenverbleib in der 1. Basketball-Regionalliga: Die Saarlouis Sunkings empfangen an diesem Samstag (19.30 Uhr, Stadtgarten) mit dem USC Heidelberg II einen direkten Konkurrenten. Und sie erhoffen sich für das wichtige Spiel große Unterstützung. Einerseits von den Fans, die das Liga-Schlusslicht lautstark antreiben sollen. Und zum anderen unter dem Korb, wo der zuletzt schmerzlich vermisste Center Hari Mujkanovic wieder zupacken kann. Der mit 2,04 Meter größte Akteur im kleinen Sunkings-Kader hatte vor drei Wochen beim 90:102 in Tübingen einen Riss an der Lippe erlitten und bei den jüngsten Pleiten gegen Limburg (85:89) und in Karlsruhe (87:99) gefehlt. Jetzt ist er zurück: "Die Wunde ist gut verheilt", sagt Mujkanovic.

Beim Blick auf die Tabelle stellt sich dagegen Frust ein: "Wir befinden uns in einer Lage, in der keine Mannschaft stecken will", weiß Mujkanovic. Mit fünf Siegen und 14 Niederlagen ist das Team von Trainer Dennis Mouget nicht nur Letzter, sondern liegt nach dem jüngsten Heidelberger Erfolg einen Sieg hinter dem kommenden Gegner und dem MTV Stuttgart. Bei nur noch sieben Partien ist damit eines klar: verlieren verboten. Dafür aber muss Saarlouis ein Problem endlich in den Griff kriegen: "Wir haben das Potenzial, in dieser Liga zu bestehen. Doch gerade gegen die vermeintlich schwächeren Teams ist es uns aus unerklärlichen Gründen zu selten gelungen, das abzurufen", findet Mujkanovic. Ein Paradebeispiel war das Hinspiel in Heidelberg, wo die Sunkings nach einem Fehlstart vergeblich um Anschluss kämpften und mit 66:79 verloren.

Die Hoffnung auf Besserung ist aber da. Auch wegen der Rückkehr des zuletzt ebenfalls schmerzlich vermissten Adrian Kuyinu (Bänderblessur). Dessen Händchen aus der Distanz könnten die Sunkings gegen Heidelberg gut gebrauchen. Und zur Not muss einfach mal Unterstützung von oben herhalten: "Die Basketball-Götter können ja nicht immer gegen uns sein", findet Trainer Mouget.