Schulewege: Drei Schultypen führen zum Abitur

Schulewege : Drei Schultypen führen zum Abitur

Abi in acht oder neun Jahren. Akzente setzen auch mal anders als am Gymnasium: Im Kreis Saarlouis hat man jetzt die Wahl in Saarlouis, Dillingen und Lebach.

Das Kind soll mal Abi machen? Es kann aufs Gymnasium, muss aber nicht. Der Kreis Saarlouis bietet flächendeckend drei ganz unterschiedliche Wege zum Abitur an. Die Prüfung am Ende ist immer dieselbe, das Saarland hat ein so genanntes Zentralabitur. Und jedes Abi berechtigt gleichermaßen zum Hochschulstudium. Jetzt, im Juni, können Schüler entscheiden, wo sie sich anmelden, wenn sie Abitur machen wollen. Zum neuen Schuljahr erweitert sich das Angebot nochmals. Hier die drei Schulstandorte des Kreises im Überblick:

Saarlouis: Gymnasiasten, die in Klasse zehn versetzt wurden, können einfach weitermachen. Nach den Klassen zehn, elf und zwölf geht’s in die Prüfung. Drei Gymnasien stehen in Saarlouis zur Wahl, jedes mit eigenem Profil und achtjähriger Schulzeit. Möglich ist aber auch der Umstieg auf ein Oberstufen-Gymnasium, etwa das Berufliche Gymnasium Saarlouis. Die Oberstufen-Gymnasien sind ein eigenständiger Schultyp ausschließlich für die die Oberstufen-Klassen. In Saarlouis ist das Oberstufen-Gymnasium untergebracht im Technisch-Gewerblich-Sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum (TGSBBZ). Besonderheit: Die Stundentafel ist etwas anders, um einen berufsbezogenen Akzent zu setzen. In Saarlouis ist das Wirtschaft sowie Gesundheit/Soziales. Auf das Oberstufen-Gymnasium können auch Schüler der Gemeinschaftsschulen wechseln, die Abi machen möchten und die passenden Noten mitbringen.

Gemeinschaftsschüler aus den Schulen in Saarlouis, Saarwellingen, Schwalbach, Überherrn und Wadgassen-Bous können ab diesem Schuljahr in Saarlouis das Abi machen und trotzdem weiter ihrer Schule angehören. Dazu bilden die Gemeinschaftsschulen (GemS) einen neuen Oberstufenverbund. Er ist in der GemS in den Fliesen in Saarlouis angesiedelt. Auf diesem Weg machen die Schülerinnen und Schüler Abi in neun statt acht Jahren. Denn sie wechseln erst nach zehn (statt am Gymnasium neun) Jahren in die Oberstufe. In diese Oberstufe können auch Gymnasiasten wechseln. Die Lernkonzepte und die Organisation des Unterrichts unterscheiden sich deutlich von den Gymnasien.

Dillingen: Dillingen ist schultechnisch schon lange Vorreiter im Kreis Saarlouis. Schüler haben die Wahl: Es gibt ein Gymnasium (acht Jahre). Es gibt schon lange ein Oberstufen-Gymnasium, das Technisch-Wissenschaftliche Gymnasium (TWG) mit einem allgemeinbildenden und einem technischen Zweig. Das TWG erfreut sich reger Nachfrage. Ebenso der Oberstufenbverbund, der in Dillingen im Prinzip seit 2010 besteht. Diese gemeinsame Oberstufe ist angesiedelt an den GemS Sophie Scholl und am Römerkastell. Hier mussten die Plätze auch schon mal ausgelost werden. Verbunden sind dort die GemS in Dillingen, Nalbach, Rehlingen-Siersburg und Wallerfangen.

Lebach: In Lebach haben junge Leute ab jetzt ebenfalls die Wahl zwischen drei Wegen. Da gibt es die beiden klassischen Gymnasien (acht Jahre). Es kann aber auch das Oberstufen-Gymnasium sein, das am Berufsbildungszentrum (BBZ) eingerichtet ist (Akzent Wirtschaft sowie Gesundheit/Soziales). Mit dieser Oberstufe am BBZ kooperiert ab diesem Schuljahr der neue gymnasiale Oberstufenverbund Lebach. Ihn bilden nun das Berufliche Gymnasium sowie die Gemeinschaftsschulen Lebach, Schmelz und Eppelborn.