Abitur: Ganztagsschulen: Bedarf wächst

Abitur : Ganztagsschulen: Bedarf wächst

Zusammengefasst lässt sich sagen: Wer nicht auf dem Gymnasium ist, einen Mittleren Bildungsabschluss und bestimmte Noten hat, kann sich das Abi vornehmen: entweder an einem der drei Oberstufen-Gymnasien in Saarlouis, Dillingen und Lebach oder einem der drei Oberstufenverbünde an denselben Standorten. Diese Wege zum Abi über den Mittleren BIldungsabschluss dauern neun Jahre (G9). Der Weg über das Gymnasium dauert acht Jahre (G8). Ganz wichtig: Prüfen, welche gymnasiale Oberstufe Schülerinnen und Schüler aufnimmt, die bisher nur in einer Fremdsprache unterrichtet wurden. Denn auch dann kann man Abi machen.

Auch Gymnasiasten können nach ihrer Versetzung in Klasse 10 an eine solche gymnasiale Oberstufe wechseln. „Die Entscheidung für eine Schule fällt trotz aller Information meist aus dem Bauch raus“, sagt Landrat Patrik Lauer für den Träger der weiterführenden Schulen, den Landkreis. Das System ist ziemlich durchlässig. Lauer: „Wir geben niemanden verloren.“ Wichtig ist für ihn, dass sich die Wahl des Schultyps für die künftigen Fünftklässler, Gymnasium oder Gemeinschaftsschule, nicht an der Frage entscheide: Abitur oder nicht?

Noch eine Tendenz fällt auf. Vier der 13 Gemeinschaftsschulen des Kreises sind als gebundene Ganztagsschulen organisiert: Der Unterricht wird bis in den Nachmittag verteilt, Hausaufgaben gibt es nicht. Das ist so in Dillingen (Sophie Scholl), Saarlouis (jetzt beide Gemeinschaftsschulen) und Wadgassen-Bous (nur Klassen fünf bis sieben). Der Bedarf wachse, sagt Lauer.

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