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Gemeinsame Übung
Junge Retter haben sich prima geschlagen

Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz bei der 24-Stunden-Übung
Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz bei der 24-Stunden-Übung FOTO: Ruppenthal
Nalbach. Ein gemeinsamer Übungstag von Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz Nalbach verlief überaus erfolgreich. Von Rolf Ruppenthal

24 Stunden am Stück Feuerwehr erleben: Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz Nalbach haben einen Berufsfeuerwehrtag durchgeführt. Dazu sind die beiden Gruppen in der Fahrzeughalle der Feuerwehr angetreten. Auf sie wartete eine ganz besondere Herausforderung: Einen ganzen Tag und eine ganze Nacht simulierten sie den Arbeitsalltag der Berufsfeuerwehr. Simon Dillhöfer, der Jugendfeuerwehrwart, hatte dazu ein diffiziles Programm ausgearbeitet.


Die 24-Stunden-Übung beginnt an einem Freitagnachmittag. Nachdem die Nachwuchs-Akteure auf die Einsatzfahrzeuge verteilt sind, geht es auch schon los: In den Werkstätten wartet bereits die Arbeit. Nicht nur in der Atemschutz- und Schlauchwerkstatt gibt es viel zu tun, auch die Einsatzfahrzeuge müssen auf ihre Einsatzbereitschaft überprüft werden – unter anderem, ob die Beladung komplett und in Ordnung ist. Beim gemeinsam zubereiteten Abendessen besteht dann erstmals Zeit für Fachgespräche. Dann geht es zum Bettenbau. Wie lange wird es noch dauern, bis der erste Alarm einläuft? Mancher kann vor Aufregung zunächst gar nicht einschlafen, aber die Nacht bleibt wider Erwarten ruhig.

Pünktlich zum Frühstück dann Alarm: Flächenbrand. Die Einsatzkräfte rücken aus. An diesem Tag geht es Schlag auf Schlag: Feueralarm im Rathaus Nalbach, Verkehrsunfall, Ölspur, Rettung eines verunglückten Mountainbikers auf dem Litermont – ein Einsatz jagt den anderen. Es bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen.



Zum Abschluss müssen noch einmal alle raus: Wohnhausbrand mit Menschenrettung. Unter Atemschutz erfolgt ein Innenangriff – gekonnt arbeiten sich die jungen Einsatzkräfte in den völlig verrauchten Brandort vor. Die Nachwuchsretter suchen einem Vermissten. Bald werden sie fündig: Bereits nach kurzer Zeit kann die vermisste Person gerettet und dem Jugendrotkreuz zur weiteren Betreuung übergeben werden. Dann vermeldet der Angriffstrupp „Feuer aus“. Die Einsatzkräfte rücken ab.

Abgekämpft kommen sie zurück zur Wache – endlich Feierabend. Alle sind zufrieden: Feuerwehr- und Rotkreuznachwuchs haben sich unter Realbedingungen prima geschlagen. Die jungen Akteure sind mit sich und der 24-Stunden-Übung zufrieden. Leuchtende Augen machen deutlich, dass die Aktion Spaß gemacht hat. Auch die Ausbilder sind zufrieden, haben sie ihren jungen Schützlingen doch einen erlebnisreichen 24-Stunden-Tag beschert. Und ganz nebenbei haben die Nachwuchskräfte allerhand gelernt – es war ein erfolgreicher Berufsfeuerwehrtag für Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz.