| 16:27 Uhr

Einweihung
Primssteg ist jetzt offiziell eröffnet

Pfarrer Manfred Plunien (links) segnete den Primssteg ein.
Pfarrer Manfred Plunien (links) segnete den Primssteg ein. FOTO: Dieter Lorig
Bilsdorf/Piesbach. Die neue Brücke ist nun für alle Menschen offen. Hunderte kamen zum Festakt am Mittwoch. Von Dieter Lorig

Über zwei Jahre nach Sperrung des alten Primssteges wurde die neue Brücke zwischen Bilsdorf und Piesbach am Mittwoch offiziell eingeweiht. Die Resonanz war riesig: Mehrere Hundert Bürger, lokale Politprominenz, einige Landespolitiker und Mitarbeiter der Dillinger Stahlbaufirma Schäfer, die die Brücke gebaut hat, waren der Einladung der Gemeinde an den neuen Steg gefolgt. Dort fand die Eröffnung unter Mitwirkung der Feuerwehr und des Jagdhornbläsercorps Mittleres Primstal statt.


Nachdem Pfarrer Manfred Plunien den neuen Primssteg gesegnet hatte, durchschnitten Innenminister Klaus Bouillon, Umweltstaatssekretär Roland Krämer, Landrat Patrik Lauer und Bürgermeister Peter Lehnert das in der Mitte des Stegs symbolisch angebrachte Absperrband. Bürgermeister Lehnert und Landrat Lauer sprachen von einem großen Tag für die Gemeinde. „Wir sind froh und dankbar für die Zuschüsse sowohl des Innen- als auch Umweltministeriums, die uns den Wiederaufbau des Primssteges erst ermöglicht haben“, sagt Lehnert. „Das ist eine wichtige Brücke in der Gemeinde, die Ortsteile miteinander verbindet“, betont Lauer. Die Ministerien hätten das Geld gerne für den Brückenbau zur Verfügung gestellt und hofften, damit zu einem guten Einvernehmen der Menschen in den Nalbacher Ortsteilen beizutragen, sagt Innenminister Bouillon.

Bei den Menschen kommt der Primssteg gut an: „Die neue Brücke ist grandios, baulich hervorragend gelungen und fördert die Kommunikation unter den vielen Radfahrern und Fußgängern“, findet Viktor Lauer. Er wohnt nur wenige Meter vom Primssteg entfernt und beobachtet, dass immer wieder Menschen an der neuen Brücke stehen bleiben und sich dort unterhalten. „Mir gefällt die Optik der Brücke sehr gut“, bemerkt Oswald Eisenbarth, Brückenbauingenieur aus Bilsdorf. „In den letzten beiden Jahren haben wir den Weg über den Primssteg sehr vermisst“, bedauert Werner Lehnert aus Piesbach. Er fährt häufig mit dem Rad über die Brücke zur Arbeit. „Wir sind froh, dass der neue Steg endlich fertig ist“, freut sich der Piesbacher Klaus Jost. Die Sperrung des alten Primssteges habe eine Lebensader zwischen Piesbach und Bilsdorf zerschnitten, bedauert Monika Becker, ebenfalls aus Piesbach. Deren Sohn Jörg meinte: „Ich bin mit der Brücke groß geworden und freue mich, dass es sie jetzt wieder gibt.“



Viele Menschen verbinden mit der Brücke nostalgische Erinnerungen. „Wir haben am Steg schwimmen gelernt“, erinnert sich Liesel Eisenbarth aus Körprich. „An den alten Steg hatten wir uns über Jahrzehnte ganz gut gewöhnt“, sagt die Piesbacherin Cäcilia Schmitt etwas wehmütig. Dagegen freut sich Dieter Kaspar aus Körprich sehr über die neue Brücke: „Sie ist äußerst zweckmäßig für spazierende Familien nutzbar und nützlich für die Naherholung.“ Erbost äußerte sich eine Piesbacherin, dass über den neuen Steg, den nur Radfahrer und Fußgänger benutzen dürfen, bereits ein Auto gefahren sei.