Gemeinde Nalbach fördert künftig Senioreninteressen mehr

Senioren Nalbach : Neue Wege in der Seniorenarbeit

Die Gemeinde Nalbach nimmt als eine von drei saarländischen Kommunen an einem bundesweiten Pilot-Projekt teil.

Künftig sollen die Interessen von älteren Menschen und im Speziellen auch ihre Gesundheit in der Gemeinde Nalbach besonders gefördert werden. Die Prims-Gemeinde ist neben Blieskastel und Püttlingen eine von drei saarländischen Kommunen, die an einem Pilotprojekt teilnehmen. Dies bestätigte Christine Sinnwell-Backes, Seniorenbeauftragte der Gemeinde Nalbach. „Wir haben uns erfolgreich bei ,InForm’ beworben, der Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung im Alter, die Träger des Projektes ist“, bestätigt Sinnwell-Backes. Initiiert wurde das Pilotprojekt, an dem deutschlandweit 30 Städte und Gemeinden teilnehmen, von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen.

„Ziel ist es, Angebote zur Förderung der Gesundheit für die ältere Generation zu etablieren oder weiterzuentwickeln, vor allem soll das Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Menschen nachhaltig verbessert werden“, teilt Sinnwell-Backes mit. Hierfür hat sich die Gemeinde-Angestellte zunächst vorgenommen, alle bisher in den Nalbacher Ortsteilen in der Seniorenarbeit tätigen Bürger an einen Tisch zu bringen und ein Netzwerk aufzubauen. „In diesem Netzwerk soll geklärt werden, welche lokalen Angebote es bereits für die Senioren gibt, aber auch wie neue Strukturen für die Seniorenarbeit geschaffen werden können“, sagt die Seniorenbeauftragte der Gemeinde. So soll Ende Januar bereits ein Workshop stattfinden, zu dem Bürger eingeladen werden, die sich für die Seniorenarbeit interessieren, insbesondere aus den vielen Ortsvereinen.

In Nalbach ist ein Drittel der Bewohner über 60 Jahre alt. Die Nalbacher sind im Durchschnitt 46 Jahre alt. „Ein sehr großes Anliegen ist es, etwas gegen die Vereinsamung von älteren Menschen zu unternehmen, aber auch deren Mobilität zu verbessern“, sagt Sinnwell-Backes. Ideen hierfür gebe es bereits einige, wie beispielsweise einen Trimm-Dich-Pfad oder ein Tanzcafé für Senioren. Aber auch Fachvorträge über Ernährung und Erbrecht, Kurse im Gedächtnis-Trainings oder gesellige Seniorenreisen seien denkbar. „Viele weitere gute Ideen wurden bereits durch die Bürger an uns herangetragen“, teilt Bürgermeister Peter Lehnert mit. Es sei nun Aufgabe der Gemeinde, sich noch stärker als bisher um das Wohlbefinden der älteren Generation zu kümmern. „Die demografische Entwicklung führt heute zu immer mehr jung gebliebenen Senioren, die – geistig fit – noch vieles unternehmen wollen“, sagt Lehnert.

Denkbar sei für Nalbach auch ein Gemeinschaftsprojekt wie die Muskeltiere im Bohnental. Dort helfen Jüngere älteren Menschen ehrenamtlich, beispielsweise beim Kehr- und Räumdienst oder kleineren Reparatur-Arbeiten. Aber auch einen individuellen Fahrdienst für Senioren bieten die Muskeltiere an. Das Nalbacher Seniorenprojekt dauert bis Mai 2021. Bis dahin soll das neue Netzwerk und die Strukturen stehen, um das Wohlbefinden und die Lebensqualität älterer Menschen in Nalbach und dessen Ortsteilen nachhaltig fördern zu können.

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