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Vogelkirsche ist Baum des Jahres

Die Vogelkirsche ist Baum des Jahres. Foto: SZ
Die Vogelkirsche ist Baum des Jahres. Foto: SZ
Merzig-Wadern. Die Vogelkirsche ist Baum des Jahres 2010 und damit Nachfolger des Berg-Ahorn. Obwohl durch die Klimaerwärmung begünstigt, entspricht ihr heutiger Anteil in unseren Wäldern nicht dem standörtlichen Potenzial

Merzig-Wadern. Die Vogelkirsche ist Baum des Jahres 2010 und damit Nachfolger des Berg-Ahorn. Obwohl durch die Klimaerwärmung begünstigt, entspricht ihr heutiger Anteil in unseren Wäldern nicht dem standörtlichen Potenzial. Naturnaher Waldbau "Durch einen naturnahen Waldbau entstehen robuste und artenreiche Mischwälder, in denen auch die Vogelkirsche ihren Platz findet und einen Beitrag zur Biodiversität im heimischen Wald beisteuern kann", sagt Umwelt-Staatssekretär Klaus Borger. Dies korrespondiere auch mit dem generellen Ziel des saarländischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Verkehr, durch eine nachhaltige Bewirtschaftung den Wald an die Klimaänderungen anzupassen. "Die Vogelkirsche mit ihrem weißen Blütenmeer im Frühjahr ist nicht nur ein Hochgenuss für das menschliche Auge", so Borger. Als Lebensraum insbesondere für Vögel und Insekten besitzt sie auch eine wichtige ökologische Funktion und trägt zur Vielfalt des Wald-Ökosystems bei. Im Saarland hat die Vogelkirsche mit 1,7 Prozent im Vergleich zur übrigen Bundesrepublik den größten Anteil an der Holzbodenfläche. Auch wenn die Gesamtpopulation dieser Baumart in den letzten Jahren leicht angestiegen ist, wurde sie vielerorts durch andere Schwerpunktsetzungen in der Forstwirtschaft zurückgedrängt. Da die Vogelkirsche zur beliebten Nahrung von Reh- und Rotwild gehört, wird sie durch örtlich zu hohe Wildbestände aus unseren Wäldern verdrängt. Verbiss geht zurück Das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr fördert die Entwicklung standortgerechter Wälder mit naturnahen Waldbau- und Jagdmethoden. "Durch ein modernes Wildtiermanagement wird der Verbiss auch an der Vogelkirsche zurückgehen. Auf diese Weise werden unsere Waldökosysteme ganzheitlich gestärkt", so Staatssekretär Borger. red