1. Saarland

Mit Hörschädigung leben lernen

Mit Hörschädigung leben lernen

Lebach. Die Ruth-Schaumann-Schule, Staatliche Förderschule für Gehörlose und Schwerhörige Lebach, ist die einzige Schule für hörsprachbehinderte Kinder im Saarland. Sie besteht seit über 60 Jahren. 128 Kinder besuchen zur Zeit diese Schule mit angeschlossenem Förderzentrum "Hören", erklärt Schulleiterin Gabriele Ebert

Lebach. Die Ruth-Schaumann-Schule, Staatliche Förderschule für Gehörlose und Schwerhörige Lebach, ist die einzige Schule für hörsprachbehinderte Kinder im Saarland. Sie besteht seit über 60 Jahren. 128 Kinder besuchen zur Zeit diese Schule mit angeschlossenem Förderzentrum "Hören", erklärt Schulleiterin Gabriele Ebert. Die Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren werden von 45 Lehrern und pädagogischen Mitarbeitern unterrichtet. Die Schule hat es sich zur Aufgabe gemacht, die individuellen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen zu fördern. Vor allem sollen sie lernen, mit ihrer Hörschädigung zu leben. Dabei wird die Kommunikationsfähigkeit in Laut- und Schriftsprache sowie bei Bedarf mithilfe manueller Zeichensysteme (PMS) erhalten und weiterentwickelt. Dazu gehört die Hör-, Lautsprach- und Gebärdenkompetenz. Deshalb werden zum Erwerb und zur Erweiterung der Sprache mehrere Möglichkeiten angeboten: hörgerichtet geführte Sprachlerngruppen, hörgerichtet geführte Sprachlerngruppen mit visuellen Hilfen und auch gebärdensprachlich geführte Lerngruppen. Die Schule wird in Ganztagsform von 8.15 bis 15 Uhr geführt. Die meisten der Schüler, so Schulleiterin Ebert, schließen mit dem Hauptschulabschluss ab. Vom Lehrerpersonal werden aber auch 100 Kinder in Regelschulen im ganzen Saarland integrativ betreut. Auch hörgeschädigte Kinder im integrativen Kindergarten in Steinbach gehören dazu. Auch an der Erweiterten Realschule in Dillingen besteht eine eigene Klasse, in der hörgeschädigte Kinder zusammen mit anderen Schülern unterrichtet werden. kü/dög