Über die Kunst, glücklich zu sein

200 Zuschauer sahen das Stück des Saarbrücker Überzwerg-Theaters „Die Glücksfee“ am Mittwoch in der Kulturhalle Wehrden. Die Kunstschule Kassiopeia hatte sich ein weiteres Mal als Kultur-Veranstalter engagiert. Das Stadtteilforum Wehrden finanzierte den Spaß.

Aus allen Himmelsrichtungen strömen die Kinder am Mittwochnachmittag in die Kulturhalle Wehrden. Sie freuen sich auf die Vorführung des Saarbrücker Theaters Überzwerg. Der Eintritt ist frei. Bevor sich die Saaltür öffnet, vertreiben sich die Jungs und Mädchen im Foyer die Zeit. Einige spielen Nachlauf, andere schmusen noch eine Runde mit der Mama.

Dann geht's los, das Stück "Die Glücksfee" wird gespielt. Die Vorlage lieferte das gleichnamige Bilderbuch von Cornelia Funke und Sybille Hein. Gebannt verfolgen die knapp 200 kleinen und großen Besucher die zauberhafte Geschichte: Lukas hat ständig schlechte Laune, er ist ein richtiger Miesepeter. Doch Rettung naht. Der kleinen dicken Glücksfee Pistazia gelingt es, wieder Schwung ins Leben ihres Schützlings zu bringen. Sie weiß, dass es 3333 Gründe gibt, glücklich zu sein.

Lange suchen muss man nicht. Schon ein leckerer Kakao, bemerkt Lukas, kann glücklich machen. Die jungen Zuschauer lauschen und lachen. Und denken an der einen oder anderen Stelle auch mal laut mit. Am Ende der Vorstellung freuen sich die Darsteller Eva Coenen und Sebastian Hammer über den lang anhaltenden Applaus.

Premiere mit 150 Zuschauern

In der vorigen Woche verfolgten an gleicher Stelle bereits etwa 150 Zuschauer das Stück "Die grandiosen Abenteuer der tapferen Johanna Holzschwert". Die Kinder- und Jugendkunstschule Kassiopeia hatte die Schauspieler im Rahmen der 20-Jahr-Feier des Vereins engagiert. Finanziert wurden die beiden Vorstellungen des Theaters Überzwerg aus dem Verfügungsfonds des Stadtteilforums Wehrden.

Kassiopeia-Leiterin Anne Herzhauser freut sich über die vielen Besucher. Ihr Fazit: "Wir brauchen jedes Jahr mindestens einmal kostenloses Kindertheater in Völklingen". Die jungen Zuschauer würden sicher gerne wiederkommen.

Nach der Vorführung plaudern einige von ihnen am Bühnenrand noch mit den beiden Schauspielern. Man schüttelt sich die Hand und winkt freundlich zum Abschied. Tschüs!

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