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Lebachs Frauen schonen ihren Trainer nicht

Nach der Auszeit im zweiten Satz stand Lebachs Block besser. Und mancher Ball der Gäste aus Frankfurt ging ins Netz. Foto: ruppenthal
Nach der Auszeit im zweiten Satz stand Lebachs Block besser. Und mancher Ball der Gäste aus Frankfurt ging ins Netz. Foto: ruppenthal FOTO: ruppenthal
Lebach. Die Regionalliga-Volleyballerinnen des TV Lebach gewannen am Sonntag ihr Heimspiel gegen Frankfurt mit 3:2. Ihre stark schwankenden Leistungen in fünf Sätzen kosteten TVL-Trainer Philipp Betz reichlich Nerven. ros

Der Bedarf von Philipp Betz an Tiebreak-Krimis ist endgültig gedeckt. Nach dem Fünf-Satz-Marathon in Kassel hatte der Trainer des Volleyball-Regionalligisten TV Lebach am Sonntag im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt auf ein schnelleres Ende gehofft. Ein frommer Wunsch, nicht mehr. Beim 3:2-Heimsieg (16:25, 25:22, 25:19, 23:25, 15:9) schonten die Spielerinnen die Nerven ihres Teamchefs nicht. Erneut gingen sie über die volle Distanz. "Zum vierten Mal in dieser Saison, und diesmal schwankten die Leistungen stark", stöhnte Betz nach zwei hart erkämpften Punkten, die es für den Tabellensechsten nach der neuen Regel gab. Mit einem Zähler tröstete sich der obere Tabellennachbar über die knappe Niederlage. Rund 100 Zuschauer sahen in der Sporthalle Lebach einen schwachen Beginn der Heimmannschaft. Nach 20 Minuten war der erste Satz weg. "Nach dieser von Krankheit und Uni-Stress geprägten Vorbereitung überraschte mich das nicht", so Betz. Überraschender war das Aufbäumen seines Teams im zweiten Durchgang. 10:19 lag Lebach hinten, als Betz die zweite Auszeit nahm. "Da bin ich zum ersten Mal laut geworden. Aber die Standpauke hat gewirkt", schmunzelte Betz.

Lebach kämpfte nun verbissen um jeden Punkt, fand ins Spiel zurück und glich zum 1:1 nach Sätzen aus. Den dritten Durchgang schnappte sich die Heimmannschaft ohne Probleme. Beim Stand von 20:11 im vierten Satz schien die Partie entschieden. Doch jetzt zeigten ausgerechnet TV-Spielführerin Alica Zimmer und Stellvertreterin Anita Nawrat bei den Angaben Nerven. "Plötzlich stand es 23:22 für Frankfurt und schon war der Satz futsch", ärgerte sich Betz. Doch anders als im Hinspiel, als der TVL nach einem vergeigten Matchball im vierten Satz die Partie im Tiebreak noch verlor, dominierte er diesmal im fünften Satz klar.