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Land plant vorerst keine Aufträge für umstrittene PwC

Saarbrücken. Die Landesregierung plant derzeit keine weiteren Auftragsvergaben an die Beratungsgesellschaft PwC. "Die Frage stellt sich erst, wenn ein Anlass besteht. Den sehe ich derzeit nicht", sagte Regierungssprecher Thorsten Klein auf SZ-Anfrage. Daniel Kirch

Die Gesellschaft PwC war in die Kritik geraten, weil sie Konzernen bei Steuertricks in Luxemburg geholfen haben soll (die SZ berichtete). Seit Jahren berät die Firma auch die Landesregierung. Allein die bis zum Jahr 2013 geschlossenen Verträge hatten nach SZ-Recherchen einen Umfang von 960 000 Euro. Derzeit laufen noch Beraterverträge mit dem Finanzministerium, dem Landesamt für Umwelt und Verbraucherschutz sowie dem Landesamt für Soziales.

Regierungssprecher Klein sagte, die Steuervermeidungsstrategien international agierender Unternehmen seien "Betrug an der Gemeinschaft". Ziel müsse es daher sein, Steuerschlupflöcher zu schließen. "Wir müssen allerdings akzeptieren, dass die Strategie gegenwärtig nicht illegal ist. Da die laufenden Verträge von PwC eingehalten werden, besteht keine rechtliche Grundlage für ein Einfrieren oder Kündigen unsererseits." Die Linke und Attac hatten gefordert, die Zusammenarbeit mit PwC zu beenden.