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Charly Lehnert erzählt vom „Saarländischen Geheichnis“

Charly Lehnert erzählt vom „Saarländischen Geheichnis“

Charly Lehnert ist sozusagen von Berufs wegen Saarländer. Jetzt hat er zwei neue Bände mit Geschichten herausgebracht.

Was genau ist eigentlich ein Geheichnis? Nicht alle Besucher im Hotel- Restaurant Bruchwiese hatten da gleich eine Antwort parat. Da es aber der Präsentationsabend für das neue Buch des Saarland-Autors schlechthin, Charlie Lehnert, war, blieb das Rätsel nicht lange ungelöst. Ein Geheichnis ist eine Art Nest, eine Wohlfühl-Ecke - die Heimat, die jeder Mensch haben sollte. Und so hat Charly Lehnert auch seine neueste Publikation genannt: "Das saarländische Geheichnis. Erzählungen und Glossen". Fast 800 Seiten umfasst der Doppelband mit Geschichten und Geschichtchen. "Frommes, Friedliches, Freches und Fröhliches habe ich zusammengetragen", erklärte Charly Lehnert dazu. Sein eigenes Leben lieferte da den Hintergrund: In Dudweiler geboren, über Alt-Saarbrücken, Mettlach, Ottweiler bis Bübingen - Lehnert hat an vielen saarländischen Orten gelebt. Und überall fand er Stoff für seine Geschichten. Zum Beispiel die Erzählung vom "Labbes-Baron von Sankt Johann ", aus der er bei der Buchvorstellung las und in der der Wirt vom Keltermanns-Eck zu Kaiser Napoleons "Grand chef de cuisine" wird. Auch die Herkunft des Telemach, der heute in der Nähe des Nanteser Platzes steht, erklärt er. Der war ursprünglich eine Brunnenfigur auf dem Rathausplatz.

Passend zur Jahreszeit wurden auch Erinnerungen an die Adventszeit aus den Kindheitstagen des Autors vorgelesen. Und die Zuhörer konnten fast riechen, wie gut es damals in der Küche der Familie Lehnert nach Plätzchen geduftet hat. Wer vor der stimmungsvollen Lesung nicht wusste, was ein Geheichnis ist - danach war es bestimmt klar.

Charly Lehnert : Das saarländische Geheichnis. Lehnert Verlag. Zwei Bände, je 24 Euro.