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Grundschüler gingen für Lehrerinnen in der Schulzeit einkaufen

Saarbrücken/Mandelbachtal. Das saarländische Bildungsministerium hat im September untersagt, dass Grundschüler von ihren Lehrern für private Einkäufe in örtliche Geschäfte geschickt werden. Das hat die Staatssekretärin des Ministeriums, Andrea Becker (SPD), auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt

Saarbrücken/Mandelbachtal. Das saarländische Bildungsministerium hat im September untersagt, dass Grundschüler von ihren Lehrern für private Einkäufe in örtliche Geschäfte geschickt werden. Das hat die Staatssekretärin des Ministeriums, Andrea Becker (SPD), auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt. An einer Grundschule in der Gemeinde Mandelbachtal hatten zuvor Lehrerinnen Grundschüler mehrfach gebeten, für private Einkäufe zu einem örtlichen Lebensmittelgeschäft zu gehen. Die Kinder kamen den Bitten nach. Dies geschah während der Unterrichtszeit und angeblich über einen längeren Zeitraum hinweg regelmäßig. Die Eltern waren damit nicht einverstanden und wandten sich nach den Sommerferien ans Ministerium. "Als das Ministerium darüber Kenntnis erlangt hat, hat es sofort abgeholfen", schrieb Becker in einer Stellungnahme. Weitere Nachfragen blieben unbeantwortet. Zu Details äußerte sich das Bildungsministerium nicht. "Ganz klar, das ist nicht erlaubt", teilte die Staatssekretärin mit und gab an, dass die Schule angewiesen wurde, diese privaten Besorgungen durch Schüler sofort zu unterbinden. Ob die Anweisung landesweit erging oder nur an die Schule im Mandelbachtal, ließ das Bildungsministerium offen. bubFoto: SPD