Das Wahrzeichen der Stadt in Alt-Saarbrücken

Die Ludwigskirche ist das Wahrzeichen der Stadt Saarbrücken und gilt neben der Dresdner Frauenkirche und dem Hamburger „Michel“ als einer der bedeutendsten evangelischen barocken Kirchenbauten Deutschlands.

Die Ludwigskirche wurde 1762 - 1775 in Sichtachsenverbindung zum Saarbrücker Schloss errichtet und erst nach dem Tod Fürst Wilhelm Heinrichs 1768 unter seinem Sohn Ludwig fertig gestellt.

Sie gilt als Krönung des Schaffens des Barockbaumeisters Friedrich Joachim Stengel und ist wohl eine der bekanntesten evangelischen Barock-Kirchen Deutschlands.

Als Herzstück einer Place-Royal-Architektur bildet die Kirche mit den umliegenden Palais für Hofbeamte und dem Armen-, Waisen-, Zucht- und Arbeitshaus im westlichen Abschluss ein prachtvolles barockes Ensemble. Dieses Ensemble, in dem heute die Hochschule der Bildenden Künste untergebracht ist, wurde nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges originalgetreu wiederaufgebaut. Die Ludwigskirche wurde bei einem britischen Bombenangriff in der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober 1944 bis auf die Umfassungsmauern zerstört. Davon sieht man heute nichts mehr.

Vor sechs Jahren, im Jahr 2009 wurde die Ludwigskirche als das Wahrzeichen der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken auf eine 2-Euro-Gedenkmünze geprägt.

Das Orgelgehäuse der Ludwigskirche hinter dem Stehaltar ist eine Rekonstruktion der ursprünglichen Orgel des berühmten Orgelbauers Stumm aus dem 18. Jahrhundert.

Das dreimanualige Original mit 37 Registern stand dort bis zur Zerstörung der Kirche 1944. Die 1982 fertig gestellte Rekonstruktion der ursprünglichen hat 47 Register auf drei Manualen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung