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50 Jahre Stadt Püttlingen
Püttlingen bereitet sich aufs Jubiläum vor

Am 27. Mai 1968, beim großen Festumzug zur Stadtwerdung Püttlingens, wurde auch an den „Bergbau in Alter Zeit“ erinnert. Das Foto machte damals Fotograf Werner Wunderlich für die SZ. Diesen Mai gibt es eine Neuauflage des Umzugs.
Am 27. Mai 1968, beim großen Festumzug zur Stadtwerdung Püttlingens, wurde auch an den „Bergbau in Alter Zeit“ erinnert. Das Foto machte damals Fotograf Werner Wunderlich für die SZ. Diesen Mai gibt es eine Neuauflage des Umzugs. FOTO: Werner Wunderlich (Erben) / Werner Wunderlich
Püttlingen. Ein Hingucker! Das wird der Festumzug „50 Jahre Stadt Püttlingen“ am Sonntag, 13. Mai, 14 Uhr, mit Sicherheit. Bis jetzt haben schon fast 60 Gruppen ihre Teilnahme zugesagt. Von Walter Faas

32 Fußgruppen, 19 Motivwagen, sechs Musikkapellen, eine Rettungshundestaffel: Die Teilnehmerliste zum großen Festumzug der Stadt Püttlingen ist beinahe komplett. „Mehr als 60 Gruppen sind nicht vorgesehen“, sagt Klaus Pöß vom städtischen Kulturamt im Gespräch mit der SZ. Viele Püttlinger Vereine beteiligen sich aktiv, Schulen, Kindergärten, Unternehmen, Gastwirte, Privatpersonen, die Hilfsvereine.


Seit der Stadtwerdung Püttlingens im Mai 1968 gab es immer mal wieder Festumzüge an „runden“ Jahrestagen zur Erinnerung an dieses Ereignis, mal von Püttlingen nach Köllerbach, mal umgekehrt. In diesem Jahr ist das anders: „Wegen der Baumaßnahme in der Köllertalstraße führt der Umzug nur durch Püttlingen“, erklärt Pöß die Hintergründe.

Vom Start in der Eisenbahnstraße führt der Weg durch Schlehbach- und Bengeser Straße hinab zur Pickardstraße und zum zentralen Kardinal-Maurer-Platz. Dort läuft dann auch, parallel zum Umzug, das dreitägige Frühjahrsfest des Verkehrsvereines Püttlingen: Es gibt wieder ein Musikprogramm, ein großes gastronomisches Angebot, zudem die Frühkirmes, Frühschoppen und Jahrmarkttreiben.

Bereits jetzt hat die Stadt Püttlingen den Teilnehmern des Umzugs eine eigene Umzugsordnung an die Hand gegeben. Diese diene, zum einen, der Sicherheit der Teilnehmer. Sie soll aber auch, zum anderen, Hinweise auf den thematischen Schwerpunkt der Veranstaltung geben. Wörtlich heißt es dort: „Der Umzug als Höhepunkt der Festveranstaltung ‚50 Jahre Püttlingen’ soll allen Püttlingern und ihren Gästen eine heitere und informative Darstellung der Püttlinger Geschichte und des Vereinslebens bieten.“

Werden zu den Feiern auch Gäste aus dem Ausland, die im Rahmen des „Europäischen Städtebündnisses“ mit Püttlingen verschwistert sind, erwartet? „Es bestehen in dieser Hinsicht Kontakte, und wir warten noch auf die Antworten“, so Pöß. Fest steht, dass zum Jubiläum eine Festschrift „50 Jahre Stadt“ erscheinen wird. Fest steht auch, dass die Seniorenvereinigung Püttlingen, zum Auftakt des Jubiläums sozusagen, schon an diesem Freitag, 23. März, 16 Uhr, im Rahmen einer öffentlichen Kulturveranstaltung ihr erstes Werk als Herausgeber vorstellt: „Lesebuch des Lebens – Hundert Menschen, hundert Jahre“, mit 100 großformatigen Porträts hier lebender Menschen und einem Text „Betrachtung zur Sprache der Gesichter“ des Püttlinger Schriftstellers Georg Fox. Die Fotos machte der Püttlinger Olaf Reeck während seiner Zeichenkurse, bei denen 100 Menschen im Alter von Null bis 100 porträtiert wurden (wir berichteten).



Und schließlich findet, zwei Tage vor dem großen Umzug, also am Freitag, 11. Mai, 19 Uhr, der eigentliche Festakt in der Stadthalle Püttlingen statt. Die Festrede hält der neue saarländische Ministerpräsident Tobias Hans.

Auch der „Hohberger Matz“ machte vor 50 Jahren der Stadt seine Aufwartung.
Auch der „Hohberger Matz“ machte vor 50 Jahren der Stadt seine Aufwartung. FOTO: Werner Wunderlich (Erben) / Werner Wunderlich