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Straßenausbau kann für Bliesransbacher Bürger sehr teuer werden

Diskussion in Bliesransbach : Straßenausbau kann sehr teuer werden

Wenn die Straßenerneuerung in Bliesransbach wie vorgesehen umgesetzt wird, müssen Anwohner tief in die Tasche greifen.

An diesem Donnerstag, 17.30 Uhr, tagt der Bauausschuss der Gemeinde Kleinblittersdorf in einer nichtöffentlichen Sitzung zum Thema „Endstufenausbau Hasselberg“ in Bliesransbach. In  der kommenden Woche möchte der Gemeinderat eine endgültige Entscheidung treffen. Mehr als 40 Jahre ist es her, dass auf dem Hasselberg der „Vorstufenausbau“  der Straßen Am Hasselberg, Amselweg, Lerchenweg, Fasanenweg und Wingertstraße (oberer Teil) abgeschlossen wurde. Der Endstufenausbau wurde seitdem immer wieder verschoben oder aus dem Blick verloren.

Und jetzt wird es richtig teuer für die Anwohner. 1,1 Millionen Euro soll die Erneuerung der Straßen inklusive Bürgersteige kosten. Zehn Prozent bezahlt die Gemeinde, und mehr als 900 000 Euro müssen die Anwohner zahlen. Etwa 60 Häuser stehen in den genannten Straßen. Es gibt Familien, die müssen 20 000 Euro bezahlen. In einer Ortsratssitzung im vergangenen Jahr machten viele Bürger ihrem Ärger Luft. Sie wollen keine Bürgersteige, und die Asphaltschicht auf der Fahrbahn sei zu hoch und dadurch zu teuer. In einer weiteren Ortsratssitzung entschied der Rat für die Bürger, er forderte von der Gemeindeverwaltung eine Variante ohne Bürgersteige. Die neue Variante ohne Bürgersteige führt aber lediglich zu einer Ersparnis von insgesamt 30 000 Euro.

„Der Aufbau des Asphaltes auf der Straße muss so sein, da wir auch Normen einhalten müssen. Es gibt da ganz klare Regeln. Wir machen nicht mehr und nicht weniger als wir müssen“, sagt Thomas Broßius, der Leiter des Bauamtes. Bürgermeister Rainer Lang möchte von der Variante der Gemeindeverwaltung nicht abweichen. „Wir sind so in den vergangenen Jahren in der ganzen Gemeinde die Endstufenaubauten angegangen, und wir wollen das auch in Bliesransbach so machen. Auch die Bürgersteige sollen so umgesetzt werden, wie sie im Bauprogramm vorgesehen sind“, erklärt Rainer Lang. Der Bauausschuss traf sich am vergangenen Dienstag mit zwei Anliegern zu einer Begehung. „Wir haben in Kleinblittersdorf in einer Straße auch eine ‚abgespeckte Variante’ des Endstufenausbaus gehabt. Die Straße ist heute kaputt und muss neu gemacht werden. Das bringt nichts. In einem anderen Gebiet wurde nach den ursprünglichen Plänen der Verwaltung gebaut und dort ist alles top und sieht gut aus“, sagt Karl-Peter Fuhr aus dem Bauauschuss. Auch die Mitglieder dieses Ausschusses möchten sich am Donnerstag in der Sitzung noch von der Verwaltung beraten lassen. „Ich habe mittlerweile den Eindruck, dass es sehr viele Bürger gibt, die einen Bürgersteig wollen. Diese melden sich nur nicht so zu Wort, wie die Gegner“, sagt Dirk Bubel, der SPD-Chef in Bliesransbach. Das Abstimmungsergebnis des Bauausschusses und somit die Empfehlung für den Gemeinderat ist völlig offen. Im Dezember hatte der Gemeinderat den Punkt bereits in dieses Jahr verschoben.