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Bürgermeisterwahl
Das Ziel heißt zweite Amtszeit 

 Thomas   Redelberger   Foto: Redelberger
Thomas Redelberger Foto: Redelberger FOTO: Redelberger
Heusweiler. In Heusweiler geht Bürgermeister Thomas Redelberger erneut für die CDU ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus. Von Marco Reuther

Die Heusweiler Bürger wechseln gerne ihre Meister. Jedenfalls mussten, seit Einführung der Direktwahl, die früheren Bürgermeister nach nur einer Amtsperiode ihre Chefsessel im Rathaus räumen. Amtsinhaber Thomas Redelberger möchte das durchbrechen. Wir sprachen mit dem 52-jährigen CDU-Kandidaten.


Von Haus zu Haus, wie bei seiner ersten Kandidatur, geht er diesmal nicht, „das ist schwer, während der Amtszeit“. Gewissermaßen als Überschrift über eine zweite Amtszeit würde er wählen: „Die Gemeinde nachhaltig weiterentwickeln“. Das greife etwa beim Haushalt, der noch vor 2024 ausgeglichen sei. Grundsätzlich gelte: besser gut als schnell. Redelberger räumt allerdings ein, dass das ein- oder andere Projekt hätte schneller laufen können, „ich bin da selbst ungeduldig“. Beim jahrelang ungenutzten Ex-Freibadgelände, auf dem jetzt ein Wohngebiet entsteht, lässt er diese Kritik jedoch allenfalls teilweise gelten: „Das hat lange gedauert – zu lange, keine Frage. Aber jetzt läuft das richtig und nachhaltig.“ Zum einen sei die Landesplanung erst nach einem Führungswechsel darauf umgeschwenkt, auf dem Gelände auch Wohnbebauung zu erlauben, zum anderen hätten die Vorgaben auch verlangt, erst Baulücken zu schließen, „und inzwischen gibt es hier kaum noch Baulücken oder Leerstände alter Häuser – dank gestiegener Nachfrage, was ein gutes Zeichen für Heusweiler ist.“

Anstehende Projekte? – Da man bei Auftragsvergaben spüre, dass das Handwerk oft gut ausgelastet ist, möchte Redelberger im Bauhof der Gemeinde künftig auch Handwerker einstellen, „die kleinere Sachen selbst machen können“. Und ein verstärktes Augenmerk solle der Jugendarbeit gelten („die ist in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen“),  zumal es wieder mehr Kinder und Jugendliche im Ort gibt. Auch kommunale Aktionen beim aktuellen Umweltthema des ausufernden Plastikmülls kann sich Redelberger vorstellen, ebenso einen Treffpunkt, an dem erfahrene Rentner, die ihre Fähigkeiten noch nutzen wollen, Bürgern etwa beim Reparieren von Kleingeräten helfen.



Nicht zuletzt wünscht er sich mehr Gewerbegebiete, „es gibt da richtig viele Anfragen, aber es ist auch schwierig“, passendes Gelände finde sich nicht leicht. Erst kürzlich habe er sich ein 14 Hektar großes Gebiet bei Lummerschied angesehen, doch der Höhenunterschied dort mache das Erschließen unrentabel.

Er selbst sei nach wie vor mit Herzblut Bürgermeister – eine Arbeit, bei der auch immer wieder sehr viel Unvorhergesehenes geschehe, was es aber spannend mache. Ein aktuelles Beispiel: Probleme bei den Grundstücksverhandlungen für das in Dilsburg zum Hochwasserschutz geplante Rückhaltebecken, Ausgang offen.

Redelberger ist verheiratet und hat einen 17-jährigen Sohn. Auch künftig gelte für ihn, was er schon in seiner Zeit als Sozialarbeiter und Bewährungshelfer positiv erfahren habe: „Besser Kooperation statt Konfrontation.“