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Stadträte sagen dem Lärm den Kampf an
Konzert auf der Bergehalde Reden hat ein Nachspiel

Riesenstimmung herrschte auf der Bergehalde über Pfingsten. Doch das freute nicht alle.
Riesenstimmung herrschte auf der Bergehalde über Pfingsten. Doch das freute nicht alle. FOTO: Andreas Engel
Friedrichsthal. Das Konzert auf der Bergehalde Reden am Pfingstwochenende hat ein politisches Nachspiel, weil es Beschwerden über Lärm gab. Von Thomas Feilen

In den vergangenen Tagen sind zahlreiche und massive Beschwerden aus der Bevölkerung wegen Beeinträchtigungen durch Konzert- und Verkehrslärm nach den Konzerten auf der Redener Berghalde am Pfingstwochenende eingegangen. Das bestätigte am Dienstag Bürgermeister Rolf Schultheis auf SZ-Anfrage.


Diesbezüglich habe er mit seinem Amtskollegen aus Schiffweiler, Markus Fuchs, Kontakt aufgenommen. Fuchs habe ihm mitgeteilt, dass im Gegensatz zur SR-Sommeralm die Bühne an Pfingsten in Richtung Bildstock ausgerichtet war. Auch in der Gemeinde Schiffweiler seien insbesondere bei der Sonntagabend-Veranstaltung Beschwerden wegen Lärmbelästigungen eingegangen. Während der Veranstaltungstage seien vom Ordnungsamt und auch von der Polizei Lärmmessungen durchgeführt worden, und daher habe man bereits während der Veranstaltungen auf die Ausrichter eingewirkt. Hier müssten sicherlich weitere Gespräche mit den Veranstaltern geführt und die Einhaltung der Lärmgrenzen angemahnt werden. Schultheis sprach am Dienstag gegenüber der SZ auch von „Verkehrsbelästigung in Bildstock und Friedrichsthal“.

Auch in den Ratsfraktionen ist der Unmut der Bewohner angekommen. Dabei sei auch von starkem Autolärm nach dem Ende der Veranstaltung die Rede gewesen. So hätten Anwohner aus Bildstock berichtet, dass dort viele Fahrer hupend und mit lauter Musik bei geöffneten Fensterscheiben durch den Ort gefahren seien. Daher besteht Einigkeit im Rat über alle Fraktions- und Parteigrenzen hinweg, dass dieses Thema im Stadtrat an diesem Mittwoch, 30. Mai, behandelt werden muss. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Rathaus-Festsaal.



Dann soll ein Antrag, der der SZ vorliegt, beraten und beschlossen werden, um die Stadtverwaltung bzw. den Bürgermeister zu beauftragen, im Namen und Interesse der Stadt Friedrichsthal und ihrer Einwohner gegenüber den Veranstaltern von Konzerten auf der Berghalde Reden über Pfingsten sowie gegenüber dem Grundstückseigentümer des Veranstaltungsortes wegen der unzumutbaren Lärmbelästigungen zu protestieren. Unter diesem Lärm hätten die Einwohner von Friedrichsthal während der Konzerte, insbesondere auch in der Nachtruhezeit nach 22 Uhr zu leiden gehabt. Nicht hinnehmbar sei zudem die Sperrung der Zufahrt nach Landsweiler.

Mit dem Antrag wollen die Stadträte die Verantwortlichen auffordern, dafür Sorge zu tragen, dass sich gleichartige Lärm- und Verkehrsbelästigungen und Ruhestörungen bei künftigen Konzertveranstaltungen nicht wiederholen.

Die Zufahrt nach Landsweiler war gesperrt worden, ohne im Vorfeld in den sozialen Medien oder in der Presse hierauf hinzuweisen, wie auch Bürgermeister Schultheis gestern bestätigte.

Dadurch erfolgte der nächtliche, sich stauende Rückfahrverkehr nach den Konzerten durch Bildstock, wobei die Autos im Bildstocker Kreisel für fast zwei Stunden feststanden, und es laut zahlreichen glaubhaften Beschwerden zu entsprechenden Lärmbelästigungen durch laufende Motoren, Hupen und laute Musik aus den Autos für die Anwohner kam, die das Schlafen trotz geschlossener Fenster unmöglich machten, wie es in der Antragsbegründung der Fraktionen weiter heißt.