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Licht und Schatten in Handball-Saarlandliga
Ärger um Haftmittel und verstärkte Kader

Saarbrückens Trainer Andreas Birk ist mit seiner HSG in St. Ingbert nur unter Protest angetreten.
Saarbrückens Trainer Andreas Birk ist mit seiner HSG in St. Ingbert nur unter Protest angetreten. FOTO: Andreas Schlichter
Saarbrücken/Dudweiler/Fischbach. Der Handball-Saarlandligist HSG TVA/ATSV Saarbrücken hat durch zwei Niederlagen in Serie die Tabellenführung verspielt. Die HSG Dudweiler-Fischbach feierte ihren ersten Auswärtssieg der Saison. Von Patric Cordier und Lucas Jost

Der Handball-Saarlandligist HSG TVA/ATSV Saarbrücken erlebt ein Formtief. Nachdem die Mannschaft von Trainer Andreas Birk am siebten Spieltag die Tabellenführung erkämpft hatte, gab es nun zwei Auswärtsniederlagen in Folge. Dabei hat die 26:30-Pleite bei der SGH St. Ingbert an Allerheiligen wohl ein verbandsgerichtliches Nachspiel.


„Laut des uns vorliegenden, aktuellen Hallen-Verzeichnisses des Verbands ist in St. Ingbert kein Harz erlaubt“, erklärt Birk. Er ergänzt: „Darauf hatten wir uns vorbereitet. Es durfte aber doch mit Haftmittel gespielt werden. Das mag sich nicht schlimm anhören, macht aber dann doch einen großen Unterschied. Wir sind nur unter Protest angetreten.“

Die Niederlage gegen die SGH St. Ingbert nur an den die Griffigkeit verbessernden Mitteln festzumachen, wäre allerdings zu einfach. Auch die angespannte Personalsituation bei der HSG TVA/ATSV Saarbrücken ins Feld zu führen, wäre für den Trainer zu kurz gesprungen. „Wir haben uns körperlich ganz schwach präseniert. Auch die Chancenverwertung war nicht so, wie sie sein sollte für eine Spitzenmannschaft“, kritisiert Birk.



In der Partie am Sonntag beim SV Zweibrücken II waren die Vorzeichen dann andere. „Die Zweibrücker haben vor vier Wochen noch wegen Personalmangels ein Spiel abgesagt. Gegen uns spielen sie mit fünf Spielern aus der ersten Mannschaft und zwei aus der A-Jugendmannschaft aus der Bundesliga. Das ist dann eine Qualität, die mit Saarlandliga nichts zu tun hat“, hadert Birk Dementsprechend deutlich war dann auch das Ergebnis. Die Saarbrücker unterlagen mit 21:30 – und sind auf Tabellenplatz drei zurückgefallen. Am Samstag, 17. November, empfängt die HSG TVA/ATSV den Tabellenzweiten HSG Nordsaar in der Rastbachtalhalle. Anwurf ist um 20 Uhr.

Dass es gibt Tage gibt, an denen nichts zu holen ist, hat auch die HSG Dudweiler-Fischbach erleben müssen. Am Mittwoch der vergangenen Woche spielte sie beim HC Dillingen/Diefflen. Gegen die stärkste Abwehr der Liga gelangen den Gästen nur 16 Tore – der Aufsteiger verlor die Partie mit 16:29.

Vom Anpfiff weg blieb Dudweiler-Fischbach in der Sporthalle Diefflen ohne Chance. Die HSG, die weiter ohne Andreas Nonnweiler, Luca Forchner und Johannes Schu auskommen musste, ließ zu viele Chancen liegen und leistete sich technische Fehler. Der Spielstand sollte zu keinem Zeitpunkt knapp werden. Über 10:14, 10:21 und 14:25 unterlag der Aufsteiger mit 16:29.

Besser machte es die HSG Dudweiler-Fischbach am Sonntag, als sie mit dem 23:18 den ersten Auswärtssieg der Saison einfuhr. Sie konnte als erste Mannschaft in dieser Spielzeit beim HC Schmelz in der Primshalle gewinnen. Absetzen konnte sich die HSG, bei der Forchner wieder im Kader stand und fünf Tore erzielte, erst spät. Ihr spielte in die Karten, dass die Schmelzer zwischen der 41. und 54. Minute insgesamt sechs Minuten in Unterzahl spielen mussten. In diesem Zeitraum zog die HSG Dudweiler-Fischbach über 15:14 auf 20:16 davon.

Die HSG Dudweiler/Fischbach ist Tabellenachter. Am Samstag, 17. November, spielt sie um 20 Uhr beim Tabellenelften SV Zweibrücken II.