Dudweiler Handballer erfolgreich : „Knackpunkt war das letzte Spiel vor Weihnachten“

Pech am fünften Spieltag für die HSG Dudweiler-Fischbach: Dem Mittelblock-Abwehr- und Rückraumspieler Andreas Nonnweiler reißt im Auswärtsspiel das Kreuzband. Mit ihm fällt dem Handball-Saarlandligisten ein Leistungsträger weg, ehe die Saison richtig Fahrt aufgenommen hat.

„Für mich selbst war es sehr schwierig, mit dieser Situation umzugehen, da ich bisher noch keine so schwere Verletzung hatte. Dem Knie geht es aber soweit wieder gut“, berichtet Nonnweiler. Und mit seiner Verletzung nicht genug: Auch Spielmacher Luca Forchner und Kreisläufer Johannes Schu verletzen sich in der Partie. „Danach haben wir einen Tiefpunkt gehabt. Wir haben ein paar Spiele hintereinander verloren“, erinnert sich Kapitän Kai Nonnweiler. „Aber der Knackpunkt war das letzte Spiel vor Weihnachten gegen den HC Dillingen/Diefflen.“ Überraschend besiegte der Aufsteiger den späteren Meister im Sportzentrum Dudweiler 25:23. „Wir haben uns wirklich aufgerafft. Das war so der Wendepunkt, ab dem wir uns richtig als Mannschaft gefühlt haben.“ Bereits vor der Saison war die HSG Dudweiler-Fischbach als stärkster der drei Aufsteiger gehandelt worden. Dennoch sprach der Klub defensiv das Minimalziel aus: der möglichst frühzeitige Klassenverbleib. Der wurde im Lauf der Spielzeit mehr und mehr Realität. Während die beiden anderen ehemaligen und zukünftigen Verbandsligisten HSG Fraulautern-Überherrn und TuS Elm-Sprengen von Anfang an am Tabellenende standen, etablierte sich Dudweiler im breiten Mittelfeld der Liga. Aus der Verletzungsnot machte Trainer Christian Mühler eine Tugend. „Wir haben die jungen Spieler viel in die Verantwortung genommen, auch, weil wir sie aufgrund der Verletzungen einfach gebraucht haben. Und sie haben richtig gut mitgezogen“, bestätigt Kai Nonnweiler. Sein Bruder Andreas sieht darin einen Erfolgsfaktor. „Man muss ganz klar sagen, dass sich die jungen Spieler nach einem holprigen Start sehr gut entwickelt haben, was ohne diese große Verantwortung, vielleicht nicht so schnell gegangen wäre.“

So avancierten beispielsweise die Rückraumspieler Mike Finkler und Luca Schichtel zu Leistungsträgern, Schichtel war mit 94 Saisontoren gar erfolgreichster Werfer seiner Mannschaft. Kapitän Nonnweiler meint: „Das hat uns als Mannschaft richtig gefestigt. Saisonhöhepunkt war dann das letzte Heimspiel gegen Nordsaar und wie wir dort aufgetreten sind.“

Das vorletzte Saisonspiel endete 25:20 für die HSG. Mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis von 26:26 belegt die HSG Dudweiler-Fischbach in der Endabrechnung einen guten 9. Platz. Mit dem Abstieg hatte sie nichts zu tun.

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