Am Samstag (4. Mai) beginnt das Maifest in Jägersfreude

Maifest in Jägersfreude : Besonderer Schmuck für den Maibaum

Frank Klee und die Feuerwehr haben am Samstag eine traditionelle Aufgabe zu meistern: Sie hängen in Jägersfreude die Mai-Schilder am frisch aufgestellten Baum auf.

Frank Klee zog bereits als kleiner Bub in den 70ern ein Feuerwehrauto hinter sich her. Seinerzeit natürlich ein Modell aus Holz. Heute ist er Löschzugführer des Ausrückebereichs Herrensohr/Jägersfreude innerhalb des Löschbezirks Dudweiler und kümmert sich so auch um eine traditionelle Aufgabe der örtlichen Wehr: das Aufhängen der Mai-Schilder. Dieses leitet am Samstag, 4. Mai, 11 Uhr, das Maifest im Dudweiler Bezirksteil ein (siehe Info).

15 Schilder sind es insgesamt, zählt Frank Klee nach, die mittels Drehleiter an den Maibaum gegenüber dem Festplatz angebracht werden. Darunter sind Schilder von im Ort rührigen Vereinen wie der Grubenwehrkameradschaft, der Awo, dem TuS und dem Ortsinteressenverein (OIV), der das Fest auch organisiert. Auch der Löschzug selbst hat ein Schild, geschmückt mit den Symbolen der Grube Jägersfreude, dem Adler des Saarbrücker Stadtbezirks Dudweiler und ein allgemeines Symbol für die Feuerwehr.

Das eigene Schild des Ausrückebereichs ist seit rund 20 Jahren im Einsatz, wie Frank Klee erklärt. Der Hauptbrandmeister hat sein Hobby tatsächlich zum Beruf gemacht und arbeitet bei der Berufsfeuerwehr Saarbrücken.

Wenn sich nun die von den Kameraden aus Dudweiler ausgeliehene Drehleiter zwölf Meter in die Höhe schwingt, wird Denis Zahirovic zum ersten Mal dabei sein. Der junge Mann ist Quereinsteiger in der Feuerwehr und hat im September erstmals dort reingeschnuppert. „Das ist meins, das macht Spaß“, habe er festgestellt. Nun hat der Glaser in Ausbildung – übrigens derzeit der einzige im Saarland – im April seinen ersten Lehrgang, Truppmann A, absolviert. Truppman B folgt bald. Er wird auch zum ersten Mal auf der Drehleiter stehen.

An seiner Seite wird Andrea Klar sein, die seit zwölf Jahren bei der Wehr ist. Die medizinische Fußpflegerin kam durch Freundes- und Bekanntenkreis zu den Jägersfreudern. „Ich habe einmal mit angepackt und dann die Liebe entdeckt“, wie sie erzählt. Die Liebe jedoch nicht nur zur Feuerwehr, sondern auch zu ihrem jetzigen Mann. Ebenfalls beim „Trupp Mai-Schilder“ dabei ist Thomas Weyand, als moralische Unterstützung. Der Schlosser arbeitet bei der Grube in Bottrop und startete sein ehrenamtliches Engagement beim THW. Irgendwann dachte er: „Ich muss mal was anderes machen“, und probierte die Feuerwehr aus. „Das hat direkt gepasst“, sagt er.

Im Ausrückebereich Herrensohr/Jägersfreude sind derzeit 42 Kameraden und sechs Kameradinnen ehrenamtlich tätig. Bei fast 56 Einsätzen half man in diesem Jahr bereits, in Dudweiler insgesamt waren es rund 120. Die Zahl der Einsätze gehe in den vergangenen Jahren stetig nach oben, wie Frank Klee ausführt. In der jüngsten Zeit sei dies sicherlich auch durch die Unruhen in der Berufsfeuerwehr bedingt gewesen. „Das ist stellenweise schon belastend“, sagt er. Doch im Endeffekt mache die Tätigkeit vor allem Spaß. „Man ist ja in der Feuerwehrfamilie drin“, sagt er. Alleine von der Familie Klee sind drei Generationen in Jägersfreude engagiert: neben ihm selbst noch sein Vater und sein Sohn.

Mehr von Saarbrücker Zeitung