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Trauer um Polizistin
Bei Unfall getötete Kommissarin wird am Samstag in Wadgassen beigesetzt

 (Symbolbild)
(Symbolbild) FOTO: dpa
Saarbrücken/Wadgassen. Der Trauergottesdienst für die junge Kommissarin, die am vergangenen Samstag bei einem Unfall ums Leben kam, wird von der Polizei mitgestaltet. Von Michael Jungmann
Michael Jungmann

Die 22-jährige Polizeikommissarin Charlotte B., die am vergangenen Samstag, 16. Februar , bei einer Verfolgungsfahrt im Streifenwagen tödlich verunglückte, wird am Samstag in Wadgassen beigesetzt. Die Polizei wird in Abstimmung mit der Familie des Unfallopfers den evangelischen Trauergottesdienst um 11 Uhr in der katholischen Pfarrkirche „Maria Heimsuchung“ (Abteistraße) mitgestalten. Vorgesehen ist eine Traueransprache von Polizeidirektor Udo Schneider, Leiter der Saarbrücker Polizeiinspektion. Der evangelischer Polizeiseelsorger Rudolf Renner wird mit Pfarrerin Andrea Lermen den Gottesdienst zelebrieren. Im Anschluss an die Trauerfeier findet die Beerdigung auf dem Wadgasser Friedhof „Spurker“ (Wadgasser Straße 175) statt. Nach Angaben der Polizei werden uniformierte Kollegen der Verstorbenen Ehrenwache am Sarg halten und die Kommissarin zu ihrer letzten Ruhestätte tragen. Es wird erwartet, dass zahlreiche Polizisten, insbesondere von ihrer Dienststelle, der Saarbrücker Polizeiinspektion St. Johann (Karcherstraße), und Handballkollegen an Gottesdienst und Beisetzung teilnehmen. Charlotte B. war aktive Handballspielerin in Püttlingen. Sie war nach ihrer dreieinhalbjährigen Ausbildung erst am 1. Februar offiziell zur Kommissarin ernannt worden.


Bei der saarländischen Polizei sind nach dem tragischen Unfall auf einer Einsatzfahrt im Saarbrücker Stadtteil Güdingen zwischenzeitlich mehrere Hundert Kondolenzschreiben, unter anderem auch von der französischen Polizei eingegangen. Innenminister Klaus Bouillon (CDU) hat angeordnet, dass alle Streifenfahrzeuge mit Trauerflor fahren. Auch in anderen Bundesländern sind zum Gedenken an die verstorbene Beamtin Einsatzwagen der Polizei mit Trauerflor unterwegs.



Der Fahrer des Streifenwagens wurde bei der Kollision mit einer Straßenlaterne schwer verletzt. Er wird weiterhin stationär in einer Klinik behandelt und psychologisch betreut. Zur genauen Klärung des Unfallhergangs hat die Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen eingeschaltet.