Ehemalige Grube Luisenthal : Kräne und Lkws bugsieren Betonteile nach Ludweiler

Abbruch in Luisenthal : 7000 Tonnen Beton gehen auf Reisen

RAG lässt jetzt Saarbrücker Abbruch-Reste von Luisenthal nach Ludweiler bringen – zum Schreddern.

Seit November laufen Abrissarbeiten auf dem ehemaligen Luisenthaler Grubengelände. Berge-Hochbunker und Rohkohlenbunker sind dem Boden gleichgemacht. Überreste eines anderen Abbruchs lagern schon länger auf dem Gelände: Betonteile, die einst zum RAG-Verwaltungsgebäude in der Saarbrücker Hafenstraße – dem „Blauen Bock“ – gehörten. Die RAG hatte sie im März 2017 nach Luisenthal gekarrt, um sie dort zu schreddern. Aber nach Anwohner-Protesten gegen Krach und Staub stoppte das Bergamt den Schredder. Seit Montag werden die Betonteile abtransportiert. Die RAG will an der Halde Ludweiler – von der Wohnbebauung entfernt – den Schredder aufstellen. Der Ortsrat hatte sich im Herbst damit einverstanden erklärt. Und die RAG betont nun, die Arbeiten seien „mit der zuständigen Behörde abgestimmt und zugelassen“. 7000 Tonnen Beton müssen bewegt werden. „Das entspricht in etwa 300 Lkw-Ladungen“, erläutert Klaus Krämer, Projektingenieur der RAG Montan Immobilien. Krämer geht von acht bis neun Fahrten pro Tag aus. Die geplante Route führt über die Straße des 13. Januar zur Saaruferstraße in die Kokereistraße Richtung Velsen, dann über die L 278 durch den Wald zur Halde Ludweiler. Wenn die Transporte abgewickelt sind, soll in Luisenthal die Sanierung der Bergbau-Brache weitergehen.

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