Charity-Projekt Saarbrücker will kranken Kindern den Traum vom Fliegen erfüllen

Saarbrücken/Saarlouis · Viele Kinder träumen davon, einmal die Welt von oben zu sehen. Aurélien Gosse aus Saarbrücken organisiert im Mai Schnupperflüge für Kinder und Jugendliche, die es sonst nicht so leicht haben.

Aurélien Gosse (rechts) ist von Beruf Pilot. Seit Jahren beteiligt er sich am Charity-Projekt „Rêves de gosse“, bei dem kranken und benachteiligten Kindern Schnupperflüge angeboten werden.

Aurélien Gosse (rechts) ist von Beruf Pilot. Seit Jahren beteiligt er sich am Charity-Projekt „Rêves de gosse“, bei dem kranken und benachteiligten Kindern Schnupperflüge angeboten werden.

Foto: Aurélien Gosse

Rund drei Wochen vor der Veranstaltung hat Aurélien Gosse alle Hände voll zu tun. Es geht um logistische Fragen, um Kontakt zu Schulen und die Suche nach Sponsoren. Der gebürtige Franzose, der mit seiner Familie in Saarbrücken lebt, will vielen Kindern, die bisher vielleicht nicht so viel Glück hatten, einen Traum erfüllen: das erste Mal in ein Flugzeug steigen und die Welt von oben sehen. Mit Fliegen kennt sich Gosse selber gut aus. Jahrelang diente er in der französischen Luftwaffe.

Seitdem er nicht mehr im aktiven Dienst ist, vermittelt er seine Leidenschaft für die Fliegerei weiter. Im Rahmen des frankreichweiten Projekts „Rêves de gosse“ (deutsch: Kinderträume) engagieren sich ehrenamtliche Piloten, um jedes Jahr in einigen französischen Städten kranken und benachteiligten Kindern oder Jungen und Mädchen mit Behinderung einen Schnupperflug zu ermöglichen. Nun hat Aurélien Gosse dafür gesorgt, dass es zum ersten Mal eine Etappe dieser Tour in Deutschland gibt – und zwar am Samstag, 11. Mai, auf dem Flugplatz in Saarlouis-Düren. Dafür gründete er den Verein „L’avion des sourires“ (deutsch: Das Flugzeug der Lächeln), der die Veranstaltung organisiert.

Die „Faszination fürs Fliegen“ soll für kranke Kinder real werden

„Viele Kinder haben eine Faszination fürs Fliegen. Für Mädchen und Jungs, die schwere Zeiten durchmachen, ist der erste Flug ein echtes Highlight, eine Erinnerung fürs ganze Leben“, sagt Gosse. Das Projekt organisiert ein deutsch-französisches Team. Mit dabei sind Gosses Frau Christelle und sein Bekannter Ludger Rankers, den er auf dem Flugplatz in Saarlouis kennengelernt hat. „Aurélien und ich sind Eltern dreier Kinder. Leider haben wir selber die leidliche Erfahrung heraus gemacht, mit unserer kranken Tochter viel Zeit im Kinderkrankenhaus zu verbringen“, erzählt Christelle Gosse. „Dort haben wir viele Kinder kennengelernt, die zwar schwer krank waren, dennoch ihr Lächeln nicht verloren hatten und hart für ihre Träume gekämpft haben.“ Aus dieser Erfahrung wuchs der Wunsch, solche Träume zu erfüllen.

Dabei umfasst das ganze Projekt nicht nur den Schnupperflug und den Aktionstag rund ums Fliegen in Saarlouis, sondern auch vorab ein pädagogisches Projekt, in dem die rund 120 Kinder in lothringischen Förderschulen, Grundschulen und an der zweisprachigen deutsch-französischen Schule ABCM in Saargemünd sich mit dem Thema Fliegen auseinandergesetzt haben.

Um die Aktion zu finanzieren, sind Gosse und sein Team immer auf der Suche nach Sponsoren. Wer die Aktion unterstützen möchte, kann sich an den Verein wenden: E-Mail: laviondessourires@gmail.com; Facebook: https://www.facebook.com/laviondessourires

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