Saar-Unternehmen melden immer weniger offene Stellen.

Saar-Arbeitsmarkt wird schwieriger : Chancen auf dem Saar-Arbeitsmarkt schlechter

Die Arbeitslosigkeit im Saarland ist im Monat August zwar leicht zurückgegangen. Allerdings verschlechtern sich durch die negative Entwicklung der Konjunktur jetzt auch die Möglichkeiten, wieder einen neuen Arbeitsplatz zu finden.

Denn auch die Zahl der gemeldeten offenen Stellen geht immer weiter zurück.

„Ich erkenne eine deutlich nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt“, musste gestern Heidrun Schulz einräumen, die Chefin der Regionaldirektion Saarland-Rheinland-Pfalz der Bundesagentur für Arbeit. „Die Zahl der gemeldeten Stellen ist seit Monaten rückläufig, ebenso die Anzahl der Beschäftigten in der Zeitarbeit“, stellte Schulz fest. Gleichzeitig fragten Unternehmen nach dem Beispiel von Saarstahl „vermehrt Kurzarbeit an“. Verbessert hat sich dagegen die Situation junger Menschen unter 25, die sich nach dem Ende ihrer Ausbildung vorübergehend arbeitslos gemeldet hatten. Vielen von ihnen sei es inzwischen gelungen, eine Festanstellung zu finden. Im Vergleich zum Vormonat sank die Arbeitslosigkeit an der Saar leicht um 200 oder 2,6 Prozent auf 34 000 betroffene Männer und Frauen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 1600 Saarländerinnen und Saarländer mehr von Arbeitslosigkeit betroffen (plus 5,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote – berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – blieb damit unverändert. Sie betrug 6,1 Prozent. Eine weiterhin gute Tendenz weist dagegen die Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf. Deren Zahl stieg an der Saar zuletzt auf 390 600 Beschäftigte. Das sind 0,4 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Bundesweit stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Juli um insgesamt 44 000 auf 2,319 Millionen betroffene Menschen an. Zwar spüre man zunehmend die Auswirkungen der Konjunktur, allerdings verhalte sich der Arbeitsmarkt robust, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, in Nürnberg.