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Kreisel ohne Bepflanzung in der Ensheimer Straße in St. Ingbert

Kreisverkehr in der Ensheimer Straße : Kreisel wartet auf einen Sponsor

So soll es mit der runden „Bienen-Weide“ in der Ensheimer Straße weitergehen.

Mit Baptist Schreiner hat ein engagierter St. Ingberter mit einem beherzten Brief an die SZ-Redaktion auf den „leeren“ Kreisel an der Ensheimer Straße in St. Ingbert hingewiesen und diese „alte“ Thematik noch einmal neu aufgerollt. Es sei schließlich das Erste, was man von St. Ingbert sehe, wenn man von der Autobahn aus Saarbrücken aus in die Stadt fahre. Der SZ-Leser ist schon lange bestürzt darüber, dass dieser Kreisel „total kahl“ ist. Nun hat sich auch die Stadt mit der Thematik befasst.  Einst wurde der Kreisel von der Statue des Stadtpatrons, dem heiligen Ingobertus, geziert. Diese war jedoch einer der Streitpunkte, zwischen den beiden ehemaligen Oberbürgermeistern Georg Jung und Hans Wagner – und hat durch private Initiative nun ihren langfristigen Platz auf der Wiese an der Zufahrt nach Sengscheid gefunden.

Warum nicht einfach auf dem Kreisel? Da die Statue, angeschafft für zirka 30 000 Euro unter OB Georg Jung und, nicht vom Stadtrat abgesegnet, gilt sie vielen bis heute als eine Art eigenes Denkmal des OB und damit als Politikum. Das ist aber Schnee von gestern „Jedenfalls wird sie wohl nicht noch einmal auf den Kreisel gestellt“, erklärt Florian Jung, Pressesprecher der Stadt. Aktuell sei der Kreisel als „Bienen-Weide“ gedacht und würde immerhin regelmäßig gemäht. Dennoch wünscht sich auch die Stadt, wohl neu motiviert durch die dringende Anfrage von Baptist Schreiner, einen Landschafts- und Gartenbau-Sponsor, der hier frei pflanzen und dafür praktisch als Bezahlung seine eigenen Werbeschilder aufbauen könnte. So könne man auch die Finanzen der Stadt schonen.

Die Statue des helIgen Ingobertus hatte nur kurzzeitig ihren Platz auf dem Kreisel in der Ensheimer Straße. Foto: Baptist Schreiner

Hierfür müsse allerdings erst ein Ortsratsbeschluss eingeholt und zu Papier gebracht werden. „Das ist in der Mache“, sagt dazu der Pressesprecher. Sollte so kein Sponsor gefunden werden, könne die Stadt aber womöglich selbst eine Bepflanzung initiieren. So oder so bleibt der Kreisel wohl als erste „Reisestation“ der „sagenumwobenen“ Ingobertus-Statue und damit als eigenes, kleines politisches „Kampffeld“ Erinnerung.