Eine Pause, die wichtig sein kann

Nein, es ist kein Aprilscherz, wie viele am Freitag beim Lesen unser Zeitung zunächst geglaubt haben: Die Festa Italiana fällt in diesem Jahr tatsächlich aus. Nach dem Umzug 2015 auf den historischen Marktplatz und dem damit verbundenen Kraftakt tritt der Veranstalter auf die Bremse.

Ob es nur eine Verschnaufpause wird, wie sich Initiator und Naturwaren-Theiss-Geschäftsführer Giuseppe Nardi ausdrückte, oder das endgültige Aus für das beliebte Volksfest bevor steht, darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die Zukunft wird es zeigen.

Nardi hatte gegenüber unserer Zeitung bereits vor einiger Zeit angekündigt, das Festa-Angebot etwas verkleinern zu wollen. Der Höhepunkt war lange erreicht. Die Kosten einer solchen Großveranstaltung mit hochwertigem Kulturprogramm sind auch für ein Unternehmen wie Theiss nicht gerade eben mal so zu bezahlen. Aber von heute auf morgen die Festa vom Angebot her zu halbieren, hätten das die Besucher überhaupt akzeptiert? Möglicherweise hat beim Umzug auf den Marktplatz der Reduzierungsgedanke auch eine Rolle gespielt. Doch der Ansturm auf den deutlich kleineren Platz war dennoch enorm, was hier und da für Verärgerung gesorgte hat.

Die Absage jetzt macht da Sinn. Eins, zwei Jahre Pause tun Not, um anschließend vielleicht im deutlich kleineren Rahmen einen Neustart zu wagen. Dann sind auch die Ansprüche der Besucher (zwangsläufig) zurückgeschraubt. Eines wird in diesem Jahr schon deutlich: Die Stadt kann nicht einfach als Ersatzveranstalter für ein solches Event einspringen. Dafür gibt der Sanierungshaushalt nichts mehr her. Ohne privates Engagement wird es eine Festa Italiana nicht mehr geben.