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Wechsel im Vorstand der Kreissparkasse Saarpfalz in Homburg

Abschied aus Homburg : Viele gute Erinnerungen an Homburg

Ralph Marx gehörte zwölf Jahre dem Vorstand der Kreissparkasse Saarpfalz (KSK) an. Jetzt verabschiedete er sich in den Ruhestand.

Der Abschied fand eher im kleinen, internen Rahmen statt. Offiziell musste wegen Corona auf einen größeren Empfang verzichtet werden. Dabei hätte Ralph Marx, demnächst 63, einen solchen sicher verdient gehabt. Denn immerhin gehörte er dem Vorstand der Kreissparkasse Saarpfalz in Homburg seit mehr als einem Jahrzehnt an, genauer gesagt seit zwölf Jahren. So wurde die Öffentlichkeit in einer längeren Mitteilung darüber informiert, dass der „Banker aus Leidenschaft“ Ende September offiziell in den Ruhestand getreten ist. Für Marx selbst stellt das absolut kein Problem dar: „Es hat doch in diesen Zeiten jeder Verständnis dafür, dass da kein Empfang möglich ist“, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Am 30. September nun endete eine Sparkassen-Ära, die für Ralph Marx vor ziemlich genau 44 Jahren begann. Damals, am 1. September 1976, hat der in Hilbringen Geborene bei der Kreissparkasse Merzig seine Lehre als Bankkaufmann begonnen. Darauf folgten drei Jahre Geschäftsstelle, dann war er im Kreditbereich in Merzig als Sachbearbeiter eingesetzt. Die klassischen Lehrgänge in der Sparkassen-Akademie haben sich angeschlossen mit dem Abschluss 1988 am Lehrinstitut in Bonn. Nach Jahren als Vorstandsassistent, betraut mit Sonderaufgaben und erweitert in Richtung Controlling, stieg Marx zum 1. Januar 1997 zum stellvertretenden Vorstandsmitglied auf, zeitgleich wurde ihm auch das Vertriebsmanagement zugewiesen. Mitte 2000 wurde er dann in den Vorstand der Kreissparkasse Merzig berufen. Die gleiche Position bekleidete er dann seit dem 1. Oktober 2008 bei der Kreissparkasse Saarpfalz in Homburg. Die Vorstandsvorsitzenden hießen während der Zeit in der Saarpfalz Ludwig Wasemann, Gunar Feth und seit 2014 Armin Reinke, mit denen Marx, wie er sagt, eng und gut zusammengearbeitet habe.

Sein Start 2008 in Homburg bleibt haften. Kaum hatte er seinen Schreibtisch eingeräumt, brachte die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers weltweit die Bankenlandschaft ins Wanken. Marx: „Das hat alles auf den Kopf gestellt mit riesigen Verwerfungen auf den Kapitalmärkten.“ Aber seine Homburger Zeit wird auch durch andere Einschnitte geprägt. Zum einen die dauerhaften Zinssenkungen, die Regulatorik im Bankenwesen. „Wir haben auch Wege hin zur Digitalisierung beschritten, was vor allem zu Anfang ein Riesenkraftakt für alle war.“ Die Kreissparkasse Saarpfalz stehe heute auf gesunden Füßen. In der Corona-Krise sei die Ausgangslage besser als damals beim Banken-Crash.

Jetzt aber kann sich Ralph Marx eigentlich entspannt zurücklehnen im Ruhestand. Was aber bleibt hängen nach zwölf Jahren Homburg? Marx: „Es war für mich eine sehr positive Zeit, gerade auch von der menschlichen Seite.“ Er lobt insbesondere die sehr gute Zusammenarbeit mit dem KSK-Mitarbeitern. Aber auch in der Homburger Öffentlichkeit sei er sehr gut aufgenommen worden. In diesem Zusammenarbeit nennt er auch seine Arbeit in der Kulturstiftung der Kreissparkasse, durch die er mit vielen Menschen zusammengekommen sei.

Und wie geht der Ruheständler nun seinen Ruhestand an? Der Familienmensch freut sich auf „viel Freizeit mit seinen Frauen“. Marx ist seit knapp 40 Jahren verheiratet, wohnt mit seiner Frau seit 1985 in der Gemeinde Beckingen. Er hat zwei Töchter und zwei Enkeltöchter. Ursprünglich war eine Reise geplant, da müsse man halt schauen, was in Coronazeiten möglich sei. Und wie sieht es mit Hobbys aus? Er nennt einige Vereine, in denen er seit langem tätig ist, so ist er Kreisvorsitzender des Roten Kreuzes in Merzig, als alter Hilbringer steht er dem dortigen Handballclub sehr nahe. Außerdem gehört Marx dem Förderverein des Saarknappenchores an. Er geht gern wandern und betreibt aktiv Fitnesssport.

Genug zu tun bleibt also, inklusive dem Auffrischen alter Freundschaften, wie er erzählt. Auch seine berufliche Heimat Homburg will er nicht aus den Augen verlieren. Bei verschiedenen KSK-Anlässen wird er sicherlich den Weg in die Kreisstadt finden, verspricht er. Kurzum: „Es gibt halt im Ruhestand automatisch mehr Möglichkeiten, weil man nicht mehr so sehr am Terminkalender hängt.“

Landrat Theophil Gallo, der qua Amt Verwaltungsratsvorsitzender der Kreissparkasse Saarpfalz ist, würdigte am Freitag gegenüber unserer Zeitung den ausscheidenden KSK-Mann: „Durch sein kompetente, ruhige und von hoher Sachkenntnis geprägte Art hat sich Ralph Marx bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreissparkasse sowie in den Gremien des Verwaltungsrates ein hohes Maß an Anerkennung erworben. Für seine langjährige, verdienstvolle Arbeit für die Kreissparkasse Saarpfalz und für die Menschen in der Region danke ich ihm ausdrücklich auch im Namen des Verwaltungsrates.“

Ralph Marx’ Nachfolger im Vorstand der Kreissparkasse Saarpfalz wird bekanntlich Stefan Gessner (49). Wie sein Vorgänger ist auch er ein „Eigengewächs“ der KSK, der seit mittlerweils 25 Jahren mit an Bord ist (wir berichteten). Vorstandsvorsitzender bleibt Armin Reinke, der das Geldinstitut seit dem Jahr 2014 führt.