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Fußball-Regionalliga: FC Homburg verliert Saar-Derby gegen SV Elversberg

Fußball-Regionalliga : FC Homburg nach Derby-Pleite unter Druck

Nach dem „etwas unglücklichen“ 1:2 im Heimspiel gegen die SV Elversberg sind die Grün-Weißen in der Tabelle der Fußball-Regionalliga Südwest auf Platz acht abgerutscht. Vereinschef Herbert Eder fordert nun eine Erfolgsserie.

Erneute Pleite! Nur vier Tage nach der 2:3-Heimniederlage gegen den FK Pirmasens musste sich Fußball-Regionalligist FC Homburg am Samstag vor 700 Zuschauern im Waldstadion auch der SV Elversberg geschlagen geben. Der FCH unterlag im Saar-Derby mit 1:2 (1:2) und stürzte in der Tabelle von Rang drei auf acht ab.

Homburgs Trainer Matthias Mink sprach von einer „etwas unglücklichen“ Niederlage. „Ein Punkt wäre durchaus verdient gewesen“, meinte der Trainer der Grün-Weißen. Dieser Aussage widersprach sein Kollege auf der Elversberger Trainerbank Horst Steffen auch nicht. „Es war ein offenes Spiel. Wir sind glücklich, dass der eine Schuss mehr von uns reingegangen ist.“

Die Homburger erwischten im Waldstadion den besseren Start und gingen nach einer Viertelstunde in Führung. Allerdings unter gütiger Mithilfe des Gegners. Elversbergs Kevin Conrad leistete sich einen kapitalen Fehlpass im Mittelfeld. FCH-Stürmer Damjan Marceta reagierte blitzschnell und traf aus rund 40 Metern über den zu weit vor seinem Tor postierten Elversberger Schlussmann Frank Lehmann zum 1:0. Ein sehenswertes Tor, das dem FCH noch mehr Auftrieb gab. In der 20. Minute ging ein Schuss von Marceta knapp am Gehäuse vorbei. Dann hatte Patrick Lienhard (21.) das 2:0 auf dem Fuß.

Mink hatte seine Startelf gegenüber der Niederlage gegen Pirmasens auf mehreren Positionen verändert. Ivan Sachanenko spielte für Maurice Springfeld in der Innenverteidigung. Dieser agierte als „Sechser“ vor der Abwehr, weil Daniel di Gregorio mit einem Magen-Darm-Infekt passen musste. Luca Plattenhardt lief auf der Außenverteidigerposition für Philipp Schuck auf. Jannik Sommer musste im Mittelfeld Marco Hingerl weichen. Und Stürmer Patrick Dulleck wurde durch Marceta ersetzt.

Während die Drangphase der Homburger nach der Führung unbelohnt blieb, erzielte die SVE mit ihrer ersten echten Chance den Ausgleich. Und auch die Elversberger profitierten dabei von einer Fehlerkette des Gegners. Springfeld leitete beim Versuch, den Ball zu klären, den SVE-Gegenangriff ein. Hinten patzte Stefano Maier und Elversbergs Sinan Tekerci erzielte das 1:1 (25.).

Nach dem Seitenwechsel hatte Marceta (62.) zwei Mal binnen Sekunden die erneute Führung für den FCH auf dem Fuß. Auf der Gegenseite scheiterte Eros Dacaj am Homburger Torhüter David Salfeld (64.). Elversbergs Manuel Feil machte es in der 69. Minute besser, als er nach einem abgewehrten Eckball aus 20 Metern eine Lücke fand und Salfeld zum 2:1 überwand. „Da kriegen wir wieder ein blödes Tor aus der zweiten Reihe. Das müssen wir einfach besser verteidigen“, ärgerte sich Maurice Springfeld

Homburg warf nach dem Rückstand alles nach vorne, erarbeitete die eine oder andere Halbchance, aber die besseren Gelegenheiten hatte der Gast von der Kaiserlinde. Unter anderem scheiterte Conrad am Pfosten. Und so brachte Elversberg das 2:1 über die Ziellinie.

Mink haderte mit dem fehlenden Spielglück – und  dem Schiedsrichter. Der FCH-Trainer wollte unter anderem ein Elversberger Handspiel im eigenen Strafraum erkannt haben. Er sagte aber auch: „Platz acht kann nicht unser Anspruch sein.“ Mittelfeldspieler Marco Hingerl klagte: „Es war wie erwartet ein 50:50-Spiel – mit dem schlechteren Ende für uns.“ Marceta  haderte: „Wir machen kein schlechtes Spiel, passen aber hinten mehrfach nicht auf.“

FCH-Vorstandschef Herbert Eder trauerte derweil den verpassten Chancen auf das 2:0 nach. „Wenn wir da nachlegen, läuft es vielleicht anders.“ Er ergänzte: „Es ist ein langer Weg in dieser Saison. Ich gehe davon aus, dass die nächsten Spiele mit Siegen für uns enden.“

Am kommenden Sonntag tritt der FCH auswärts beim Vorletzten Rot-Weiß Koblenz an. „Dort wollen wir uns die Punkte unbedingt zurückholen“, versprach Matthias Mink.