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Oberlin-Schule in Erbach für Nachhaltigkeit ausgezeichnet

Ehrung für Schule in Homburg : Die Oberlin-Schule greift nach den Sternen

Die Bildungseinrichtung im Stadtteil Erbach, die jetzt zertifiziert wurde, darf sich ab sofort „Schule der Nachhaltigkeit“ nennen.

Noch fehlen die Sterne auf der großen Zertifizierungstafel, doch die erste Hürde ist geschafft: Seit Dienstag darf sich die Homburger Oberlin-Schule, eine Förderschule des Saarpfalz-Kreises für geistige Entwicklung, ganz offiziell „Schule der Nachhaltigkeit“ nennen. In der Corona-Pause hatte man sich darauf mit großem Engagement vorbereitet (wir berichteten). Bildungsstaatssekretär Jan Benedyczuk verlieh nun in einer kleinen Feierstunde das entsprechende Siegel.

Was hat es mit den besagten Sternen zu tun? Diese Frage beantworte am Rande der Verleihung Isabelle Kiehn, die als Landeskoordinatorin für „Bildung für nachhaltige Entwicklung im Saarland“ (BNE) das Zertifikat entwickelt hat: „Um die Basistufe des Siegels zu erreichen, mussten bestimmte Aktionsfelder aus dem nationalen Aktionsplan BNE umgesetzt werden. Die Schule hat ihr Leitbild geändert, sie hat sich ganz klar für Bildung für nachhaltige Entwicklung als Schulprofil ausgesprochen. Die Schule hat Projekte mit außerschulischen Partnern umgesetzt, sie hat die Fortbildung vorangetrieben – und das war schon ganz schön viel Arbeit.“ Über die jetzt erreichte Basistufe könne  die Oberlin-Schule nun in einem weiteren Prozess besagte Sterne erreichen, wenn weitere Handlungsfelder bespielt würden.

Was der Dienstag deutlich machte, und das betonte Schulleiter Alexander Engel mehr als einmal: Ohne die Unterstützung aller wäre es nicht möglich gewesen, das nun erreichte Ziel zu verwirklichen. Dabei sei es nicht nur das Kollegium mit seiner Stellvertreterin Lena Feind gewesen, die sich über die Maßen hinaus für nachhaltige Bildung eingesetzt habe, sondern alle, die an der Schule in unterschiedlichen Funktionen aktiv seien. Besonders betonte Engel da das Engagement von Schulsekretärin Tanja Hennrich. „Sie ist ein Teil unseres Schullebens geworden und ist nicht nur jemand, der im Sekretariat sitzt.“ Hennrich habe sich vielmehr mit Ideen und Einfallsreichtum eingebracht – ein Lob, dass Engel ausdrücklich auch allen anderen Beteiligten aussprach, „das war keine Schulleiter-Geschichte“. So habe man es in der Corona-Zeit geschafft, sich als Schule nach dem Leitbild der BNE auszurichten. Was Engel auch deutlich machte: Gerade die Reflektion des eigenen Engagements durch die Zertifizierungsinstanzen sei ein wichtiges Korrektiv und zeige, auf welchem Weg man sei. „Man hat Ansprechpartner von außen und bekommt konstruktive Kritik.“ Hier würdigte Engel ausdrücklich das Engagement von Isabelle Kiehn, „das hat uns sehr geholfen“.

Wie Bildung für nachhaltige Entwicklung an der Oberlin-Schule gegenwärtig aussieht, davon konnte sich Staatssekretär Jan Benedyczuk bei einem kleinen Rundgang vor der offiziellen Verleihung einen Eindruck verschaffen, so bei einem Bewegungskurs für Schülerinnen und Schüler, in der Ton- und Töpfer-Werkstatt von Förderschul-Lehrerin Lisa-Sophie Felske sowie im Grünen Klassenzimmer ihrer Kollegin Kornelia Lambert. Wenig später dann würdigte Benedyczuk ausdrücklich das Engagement der Schule als „hervorragende Arbeit“. So habe sich die Shule als Schulgemeinschaft auf den Weg gemacht, nicht nur im Bereich Nachhaltigkeit zu agieren, sondern an vielen anderen Stellen.

Für die Schule bedeutet die Auszeichnung nun aber nicht das Ende einer erfolgreichen Geschichte, das Siegel ist Chance und Verpflichtung. Zum einen gibt es mit Erreichen der Basiskriterien nun finanzielle Förderung für fünf Veranstaltungen mit außerschulischen Partnern aus dem BNE-Netzwerk pro Jahr. Zum anderen steht spätestens in zwei Jahren eine Re-Zertifizierung an. Und natürlich kann die Oberlin-Schule noch was drauflegen – und sich so dann letztlich auch die besagten Sterne sichern.