Lieder, die aus der Seele kommen

Einöd. Lieder, die aus der Seele kommen, erlebten die Zuhörer beim Konzert des Chores Cantanima in der bis auf den letzten Platz gefüllten Apostelkirche in Einöd. Unter der Leitung von Nino Deda boten die annähernd 50 Sängerinnen und Sänger aus der Region eine mehr als beeindruckende musikalische Aufführung

Einöd. Lieder, die aus der Seele kommen, erlebten die Zuhörer beim Konzert des Chores Cantanima in der bis auf den letzten Platz gefüllten Apostelkirche in Einöd. Unter der Leitung von Nino Deda boten die annähernd 50 Sängerinnen und Sänger aus der Region eine mehr als beeindruckende musikalische Aufführung. Die im Frühjahr 2006 aus einem Chorprojekt entstandene Formation hatte wieder einmal ein breit gefächertes, aber auch sehr kurzweiliges und kontrastreiches Programm zusammengestellt, darunter auch einige selbst arrangierte Eigenkompositionen des Chorleiters. Das Programm reichte von fetzigen, teilweise jazzigen Klängen bis hin zu gefühlvollen, ruhigen Balladen. Bereits zum Auftakt seines gelungenen Auftritts gelang es dem Chor Cantanima mit der rhythmisch durchsetzten Fassung "Viva la musica" als jazzigem Chorsatz sowie der israelischen Weise"Radhalaila", die Zuhörer in den Bann zu ziehen. Dieses Tanzlied habe etwas Wiegendes an sich, das die Gemeinschaft des Chores symbolisiere, so der kommissarische Vorsitzende von Cantanima, Uwe Andresen. Den Anspruch, eigene Wege gehen zu wollen, unterstrich Cantanima vor allem mit den Gedichtvertonungen von Chorleiter Nino Deda, welche der musikalischen Reise mit Liedern, die aus der Seele kommen, eine ganz besondere Note gaben. Als überaus gelungen kann man auch das Zusammenspiel zwischen Klavier, Chorgesang und Rezitation des bekannten Gedichtes "Überall ist Wunderland" von Ringelnatz oder das von Nino Deda arrangierte und wunderschön komponierte und wie eine kleine Sonate klingende Gedicht "Herbst" von Rainer Maria Rilke bezeichnen. Ebenfalls wurde die poetische Tiefe des mitreißenden und wohl bekanntesten Shakespeare-Sonetts "Shall I compare" herausgearbeitet. Das fast gospelmäßige "Mercy" sowie die flotte Ballade "Breaking up is hard to do" fanden bei den Zuhörern ebenso großen Beifall wie der Beitrag "New Day" von Peter Night und John David von den King Singers. Abgerundet wurde die Darbietung mit der instrumentalen Romanze "Daphne" für Querflöte und Klavier, die von Caroline Degel und Chorleiter Nino Deda vorgetragen wurde, sowie dem Beatles-Song "Yesterday" und Simon & Garfunkels unter die Haut gehenden "Bridge over troubled water". Humorvoll moderiert wurde das Konzert von Sänger Michael Gergen.

Auf einen Blick Der Chor Cantanima ist im Frühjahr 2006 aus einem Chorprojekt entstanden. Derzeit zählt er annähend 50 Sängerinnen und Sänger aus dem ganzen Saarland. Geleitet wird Cantanima von Nino Deda. Wer Lust hat, bei Cantanima mitzusingen, ist hierzu eingeladen. Geprobt wird aktuell jeweils mittwochs von 20 bis 22 Uhr in der Stengelkirche in Wellesweiler, ab Herbst im Martin-Luther-Haus in Erbach. re