Kirche, Klassik und ein Liebeslied

Kirche, Klassik und ein Liebeslied

Homburg. Ein besonderes Konzert erlebten die Zuhörer beim Auftritt des Chores Cantanima, was so viel bedeutet wie "Lieder, die aus der Seele kommen". In der gut gefüllten Klinikkirche auf dem Gelände des Uniklinikums Homburg erklangen Lieder, die aus der Seele kommen

Homburg. Ein besonderes Konzert erlebten die Zuhörer beim Auftritt des Chores Cantanima, was so viel bedeutet wie "Lieder, die aus der Seele kommen". In der gut gefüllten Klinikkirche auf dem Gelände des Uniklinikums Homburg erklangen Lieder, die aus der Seele kommen. Unter der musikalischen Leitung von Nino Deda boten die Sängerinnen und Sänger des Chores Cantanima einen beeindruckenden Auftritt. Die im Frühjahr 2006 aus einem Chorprojekt entstandene Formation hatte ein breit gefächertes, aber auch kurzweiliges Programm zusammengestellt, darunter auch eine selbst arrangierte Eigenkomposition des Chorleiters von Rainer Maria Rilkes "Liebeslied". Das Repertoire des Chores reichte von klassischer Musik über kirchliche Beiträge bis hin zu Musical-Ausschnitten. Unterstützt wurde das Ensemble bei einigen Liedern von Gastmusikern: Michael Marx, ein Gitarrist der Extraklasse, sowie das Saxophon-Quartett "Quasi Lontano" in der Besetzung Frank Hirschelmann (Sopran), Michael Hahn (Alt), Herbert Monz (Tenor) und Theo Weißkircher (Bariton). Die vier Saxophonisten des 1994 gegründeten Quartetts kommen zwar ursprünglich alle aus dem Jazz, haben sich aber auch der Klassik als ihre heimlichen Leidenschaft verschrieben. Bereits zum Auftakt gelang es dem Chor mit den klassischen Stücken "Brighten the day" von J. J. Fux und der von Ludwig Mozart für seinen Sohn Wolfgang Amadeus geschriebenen "Bourée für W.A.", die Zuhörer in den Bann zu ziehen. Den Anspruch, eigene Wege zu beschreiten, unterstrich Cantanima auch mit einer von Nino Deda komponierten Gedichtvertonung von Rainer Maria Rilkes "Liebeslied", die der musikalischen Reise mit Liedern, die aus der Seele kommen, eine ganz besondere Note gab. Wie sehr das Konzert von der Vielfalt lebte, unterstrich der Chor mit John Leavitts vorgetragenen "Kyrie" und "Sanctus" aus der Missa Festiva, was bei den Zuhörern großen Beifall erhielt. Eine Premiere erlebte der vom Cantanima-Frauenchor gesungene und von Michael Marx begleitete Song "Scarborough Fair" des legendären Duos Simon & Garfunkel. Mit dem nahezu unbekannten Abba-Song "The way old friends do", einer Art Hymne an die Freundschaft, und Freddy Mercurys "Bohemian Rhapsody" reiste der Chor zurück in die 70er und 80er Jahre. Abgerundet wurde das Konzert mit dem ruhigen "Abendsegen" aus Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck, "Sabbath Prayer" aus dem Musical "Fiddler on the Roof" sowie "All good gifts" aus dem Musical "Godspell".

Auf einen BlickDer Chor Cantanima ist im Frühjahr 2006 aus einem Chorprojekt entstanden. Geleitet wird Cantanima, was soviel bedeutet wie "Lieder, die aus der Seele kommen", von Nino Deda. Wer Lust hat, bei Cantanima mitzusingen, ist jederzeit eingeladen. Geprobt wird aktuell jeweils mittwochs von 20 bis 22 Uhr in der Stengelkirche in Wellesweiler sowie im Winter im Martin-Luther-Haus in Erbach. Weitere Informationen zu Cantanima bei Chorleiter Nino Deda unter Telefon (0 68 21) 63 21 84. re

Mehr von Saarbrücker Zeitung