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Schiedsmänner in Schiffweiler
Ein wertvolles Amt in der Rechtspflege

Der Schiedsmann von Schiffweiler, Friedrich Denne (rechts), und sein Stellvertreter Thomas Schünemann.
Der Schiedsmann von Schiffweiler, Friedrich Denne (rechts), und sein Stellvertreter Thomas Schünemann. FOTO: Isabel Sand
Schiffweiler. Die Gemeinde Schiffweiler dankte ihren Schiedsmännern in einer Feierstunde für den ehrenamtlichen Einsatz.

Nach über zehn Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit als Schiedsmann in der Gemeinde Schiffweiler für den Ortsteil Schiffweiler wurde Friedrich Denne kürzlich geehrt. Auch sein Vertreter, Thomas Schünemann, der nach über zehn Jahren nun sein Ehrenamt niederlegt hat, wurde in einer kleinen Feierstunde im Rathaus bedacht. Das teilt die Gemeinde mit.


Für ihr ehrenamtliches Engagement dankten ihnen Bürgermeister Markus Fuchs, die stellvertretende Leiterin des Amtsgerichts Ottweiler, Beate Swatkowski, sowie Manfred Stein, stellvertretender Landesvorsitzender vom Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen. „Menschenkenntnis und Verhandlungsgeschick sind grundlegende Voraussetzungen für Schiedsmänner und Schiedsfrauen, wenn der Streit erfolgreich beigelegt werden soll. Das haben die beiden Schiedsmänner Denne und Schünemann mehr als einmal bewiesen“, sagte Bürgermeister Markus Fuchs. Besonders freute sich Fuchs darüber, dass Denne das Amt des Schiedsmannes auch in Zukunft weiterführen möchte.

„Als ich 2008 als Schiedsmann in der Gemeinde begonnen habe, wusste ich noch nicht, was auf mich zukommt“, sagte Denne. Die Arbeit sei sehr zeitintensiv, „aber sie macht mir immer noch Spaß“, so Denne weiter. Sein besonderer Dank galt an diesem Tag seinem Vertreter Schünemann: „Ich hätte mir keinen besseren Vertreter wünschen können, insbesondere in der Zeit, als ich erkrankt war.“



Auch Beate Swatkowski vom Amtsgericht Ottweiler sprach den beiden Schiedsmännern ihren Dank aus. Sie betonte den Wert des Schiedsamtes als Teil der Rechtspflege, mit deren Hilfe vor allem Nachbarschaftsstreitigkeiten beigelegt werden könnten, ohne dass die Sache vor Gericht muss. Dabei ginge es aber nicht nur um die Kosten und die Ressourcen, die bei der Justiz eingespart werden könnten. Beate Swatkowski stellte in ihren Dankesworten vielmehr das besondere Engagement der einzelnen Schiedsfrauen und –männer heraus, die sich „mit Geschick und Umsicht“ für eine nachhaltige Lösung durch Gespräche stark machten.