Ortsrat Stennweiler Fußweg und Spielplatz beschäftigen Ortsrat Stennweiler

Stennweiler · Hat ein neuer Verbindungsweg von der Ortsmitte Stennweiler zum Oberdorf eine Chance oder genügt ein Trampelpfad?

 Ortsvorsteherin Christina Baltes (Mitte) mit Mitgliedern des Ortsrates und Anliegern beim Ortstermin auf dem Spielplatz an der Leipziger Straße

Ortsvorsteherin Christina Baltes (Mitte) mit Mitgliedern des Ortsrates und Anliegern beim Ortstermin auf dem Spielplatz an der Leipziger Straße

Foto: Heinz Bier

Ein ehemaliger Fußweg und ein ehemaliger Spielplatz beschäftigten am Donnerstag den Ortsrat Stennweiler. Nicht im Sitzungszimmer, sondern bei einer Ortsbegehung an frischer Luft. Zunächst ging es um einen früheren Verbindungsweg von der Ortsmitte zum Oberdorf, der durch den Neubau der Kindertagesstätte unterbrochen und nicht mehr weitergeführt wurde. Jetzt gibt es aber Überlegungen und auch Wünsche aus der Bevölkerung, den Weg wieder herzurichten.

Sie sei schon häufiger von Leuten aus dem Unterdorf angesprochen worden, ob der Weg noch mal kommt, merkte Ortsvorsteherin Christina Baltes (SPD) beim Ortstermin an. Sie erinnerte daran, dass bereits beim Bau der Kita vor drei Jahren beabsichtigt war, den Weg neu anzulegen, aber seither sei nichts passiert.

Der Wunsch bestehe durchaus, bestätigte auch CDU-Fraktionssprecher Tobias Wiederhold, zumal dann die vorhandenen Parkplätze im Bereich der Lindenhalle auch von Besuchern der Gastronomie in der Ortsmitte genutzt werden könnten. „Aber macht es Sinn, durch das vorhandene Sumpfgebiet für viel Geld einen neuen Weg anzulegen“, fragte die Ortsvorsteherin in die Runde, „oder genügt auch ein Trampelpfad hinter der Kita vorbei?“ Man müsse sich im Ortsrat einig sein, was man wolle, befand CDU-Mann Wiederhold, und erst dann könnten Angebote eingeholt werden. Ortsvorsteherin Baltes wird als nächstes Kontakt mit dem Gemeindebauamt aufnehmen, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.

Nächste Station der Ortsbegehung war der frühere Spielplatz an der Leipziger Straße. Der war 2020 zurückgebaut und stillgelegt worden, weil aufgrund der Altersstruktur der Anwohner kein Bedarf mehr bestand. Das hat sich mittlerweile aber geändert, seit in dem dortigen Wohngebiet viele junge Familien mit Kindern wohnen. Die Ortsvorsteherin verwies allerdings darauf, dass erst vor zwei Jahren ein neuer Spielplatz im Bereich der Lindenhalle angelegt wurde, der nach ihrer Kenntnis sehr gut frequentiert werde. „Jetzt müssen wir halt neu überlegen“, meinte Christina Baltes, und deshalb werde sich der Ortsrat in seiner nächsten Sitzung mit dem Thema beschäftigen.

Im Beisein etlicher junger Eltern mit ihren Kindern, die bei dem Ortstermin dabei waren, deutete sie aber ebenfalls an, dass die Einrichtung und Pflege einer solchen Anlage „auch eine Kostenfrage“ ist. Der Ortsrat werde die Anregungen und Wünsche der jungen Familien aber auf jeden Fall mitnehmen, versicherte sie, „aber wir können keine Versprechungen machen“. Einige der jungen Eltern machten klar, dass man dort keinen „High-Tech-Spielplatz“ benötige, „denn die Kinder brauchen nicht sehr viel“, meinte eine der Mütter.

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