Erst kosten, dann kaufen

Wiesbach. Cilena, Quarta, Melody, Pompadour: Wer mit diesen kunstvollen Namen etwas anfangen kann, sollte in diesen Tagen einmal den Besuch des Raiffeisenmarkts in der Brühlstraße ins Auge fassen. Bereits das 28. Jahr in Folge dreht sich dort nämlich noch bis einschließlich Samstag alles um die beliebten Erdäpfel

Wiesbach. Cilena, Quarta, Melody, Pompadour: Wer mit diesen kunstvollen Namen etwas anfangen kann, sollte in diesen Tagen einmal den Besuch des Raiffeisenmarkts in der Brühlstraße ins Auge fassen. Bereits das 28. Jahr in Folge dreht sich dort nämlich noch bis einschließlich Samstag alles um die beliebten Erdäpfel. Unter insgesamt elf Sorten können die Kunden wählen und sich darüber hinaus in einem großen Festzelt kulinarisch verwöhnen lassen. Dabei müssen sie keineswegs die sprichwörtliche Katze im Sack kaufen, denn unter fachkundiger Beratung darf jede Kartoffelsorte vor dem Kauf verkostet werden. "Wir bieten hier auch sehr spezielle Sorten an, zum Teil auch vom Wackenberger Hof aus Wiesbach", weiß Marktleiter Klaus Dörr um die Besonderheit seines Angebots. So reicht das Sortiment von der sogenannten Melody, einer mehlig-kochenden Sorte, die vor allem für die Zubereitung von Pürees geeignet ist, über vorwiegend festkochende Sorten, bis hin zur festkochenden Cilena, die sich für die Verarbeitung zur klassischen Bratkartoffel eignet. "Natürlich bieten wir auch die normalerweise im Handel erhältlichen Sorten an", erklärt Klaus Dörr und fügt an, dass sich die Sorte Cilena in den letzten Jahren als Verkaufsschlager erwiesen hat.Die Idee, einen Kartoffelmarkt zu veranstalten, entstand vor 28 Jahren: "Alles fing mit einem kleinen Stand an", erklärt Klaus Dörr, der vor 13 Jahren die Leitung des Raiffeisenmarkts von Wiesbach übernommen hat. Seit dieser Zeit ist der Kartoffelmarkt kontinuierlich gewachsen und hat heute schon beinahe die Ausmaße eines kleinen Volksfestes angenommen.

Hier werden heuer nicht bloß Kartoffeln verkauft, es darf auch nach Herzenslust geschlemmt werden. Von Dibbe-labbes über Grummbeerkiechelcha, Gefillde bis hin zur Schweinshaxe ist für jeden Geschmack etwas dabei. Käse- und Wurstspezialitäten sowie aus Kartoffeln hergestellte Backwaren ergänzen das Angebot.

So war bereits am Donnerstagvormittag gegen 11 Uhr der Andrang im 300 Plätze bietenden Festzelt so groß, dass sich an den Essensständen erste Schlangen bildeten. Nur 30 Minuten später war das Zelt fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Da zeigt sich Marktleiter Klaus Dörr gern optimistisch, dass man auch in diesem Jahr die 2010 verbuchte Zahl von 5000 Besuchern wieder erreichen werde. Sorgen darüber, dass die Wunschkartoffelsorten der Kunden während des Kartoffelmarkts einmal ausverkauft sein könnten, müsse man sich dabei übrigens nicht machen: "Wir haben genug auf Lager, weil die Kartoffelernte in diesem Jahr sehr gut ausfiel", freut sich Klaus Dörr. Besonders angetan von der großen Auswahl zeigte sich Anton Henn, der seit fünf Jahren das vielfältige Angebot des Kartoffelmarkts nutzt: "Ich finde das ganz prima hier und habe schon drei Säcke Kartoffeln gekauft." Schon am Donnerstag taten es ihm viele Kunden gleich. "Ich finde das ganz prima hier und habe schon drei Säcke Kartoffeln gekauft."

Anton Henn

Auf einen Blick

Der Raiffeisenmarkt bietet folgende Wiesbacher Premiumkartoffelsorten vom Wackenbergerhof an: Cilena und Belana für 8,50 Euro; Allians für 8,90 Euro, Gala, Laura und Melody für 7,90 Euro. Weitere Kartoffelsorten, die aus anderen deutschen Anbaugebieten bezogen werden: Agria, Quarta und Bintje für 7,50 Euro; Nicola für 7,90 Euro; Pompadour für 18,95 Euro. Die Verpackungseinheit ist jeweils 25 Kilogramm. Der Kartoffelmarkt befindet sich auf dem Gelände des Raiffeisenmarkts in der Brühlstraße 13. Öffnungszeiten: Freitag 8 bis 18 Uhr, Samstag 8 bis 15 Uhr. eib