Nachwuchs-Musiker überzeugten

Ottweiler. Sie durften am Mittwochnachmittag ihre Virtuosität vor rund 100 aufmerksam lauschenden Besuchern unter Beweis stellen: die 46 Teilnehmer des Jungbläserlehrgangs Herbst an der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung

Ottweiler. Sie durften am Mittwochnachmittag ihre Virtuosität vor rund 100 aufmerksam lauschenden Besuchern unter Beweis stellen: die 46 Teilnehmer des Jungbläserlehrgangs Herbst an der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung. Im Rahmen eines Abschlussspielens führten die 13- bis 18-jährigen Musiker aus verschiedenen saarländischen Musikvereinen den angereisten Eltern, Bekannten und Vereinsmitgliedern vor, wie gut sie das in den letzten fünf Tagen Gelernte umsetzen konnten.Seit letzten Samstag stand für die Lehrgangsteilnehmer ein anstrengendes Programm in Musiktheorie und Praxis auf der Tagesordnung. "Morgens wurden insgesamt vier Stunden lang in mehreren Gruppen Atmung, Rhythmus, Gehörbildung und Gruppenspiel geübt", erläuterte Heinz Seger, Bundesjugendleiter vom Bund saarländischer Musikvereine und Gesamtleiter des Jungbläserlehrgangs. Die Unterrichtseinheiten am Nachmittag umfassten dann Instrumental- sowie Theorieunterricht.

Vorbereitung auf Prüfungen

Ziel des zwei Mal pro Jahr stattfindenden Lehrgangs ist die Vorbereitung auf die sogenannten D2- und D3-Prüfungen. "Das sind Theorie- und Praxisprüfungen und man erhält bei Erfolg ein Leistungsabzeichen. Das Bestehen der D3-Prüfung ist im theoretischen Bereich sozusagen die Vorstufe, um Dirigent zu werden", erklärte Heinz Seger. An den Abenden konnten sich die Lehrgangsteilnehmer dann mit einer besonderen Beschäftigung eine Auszeit vom Unterrichtsalltag verschaffen und ihrer Kreativität auch einmal abseits der Musik freien Lauf lassen. Zusammen mit der Künstlerin Edeltraud Martin, die die Malschule "Vielfalt" in Saarbrücken leitet, bemalten sie 20 Kacheln mit einer speziellen chinesischen Maltechnik.

Zum Abschluss und Höhepunkt des Lehrgangs wandten sich die jungen Musiker dann aber wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung zu: dem Musizieren. Als Gesamtorchester, in gemischten Gruppen und auch in reinen Klarinetten- oder Querflötengruppen bewiesen die Nachwuchskünstler, dass sie, zumindest in der Praxis, der im März bevorstehenden Prüfung ohne Sorge entgegenblicken können.

Viel Applaus vom Publikum

Lautstark erklangen beim Eröffnungsstück "Clarinet Calypso" von Philipp Sparke unter Schlagzeugbegleitung die zahlreichen Blech- und Holzblasinstrumente.

Rund eine Stunde lang war den 46 Virtuosen, die unter anderem Kompositionen aus der Feder von Antonio Vivaldi oder Georg Friedrich Händel darboten, der Applaus ihres Publikums sicher. Mit dem Stück "Fusion Factory" beschloss das Orchester am Mittwochnachmittag nicht nur das gelungene Abschlussspielen, sondern auch den fünftägigen Jungbläserlehrgang, der den Teilnehmern als Fundament für die im nächsten Jahr anstehende Prüfung diente.