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Ortsrat Welschbach zur Baustelle L 141 mitten durch den Ort

Später fertig als erhofft : Baustelle L 141 noch bis Mitte September

Welschbacher Ortsratsmitglieder trafen sich zur ersten Sitzung seit April. Kein Seniorentag in Corona-Zeiten.

Lange diskutierten die Mitglieder des Welschbacher Ortsrates über die Sanierungsmaßnahme der L 141. Konkret ging es um die Parksituation im Baustellenbereich und um die Erreichbarkeit von Geschäften in den angrenzenden Orten, was auch Bürgerinnen und Bürger bewegte, die der Sitzung beizuwohnen.

Hinzu kommt, dass sich die zeitliche Abfolge nach hinten verschoben hat, weil die Ausbauart der Regenrinne zu Verzögerungen führt. Florian Haben informierte, dass die Arbeiten voraussichtlich Mitte bis Ende September abgeschlossen sind.

Gedanken machten sich die Ortsratsmitglieder unter der Federführung von Ortsvorsteher Christian Petry über die Verkehrsberuhigung an den Ortseingängen nach dem Abschluss der Sanierung der L 141. Für den Ortseingang von Stennweiler, Mainzweiler, Ottweiler kommend vor der Einfahrt zum Industriegebiet „Rechwies“ favorisierten die Mitglieder eine optische Trennung mit Mittelinseln auf der Fahrbahn. Petry machte darauf aufmerksam, dass hier viele Wanderer die Straße überqueren, die man sicher über die Straße bringen möchte. Auf dem angrenzenden Parkplatz liegt der Startpunkt für die beliebten Premiumwanderwege „Nach der Schicht“ und „Rund ums liebe Vieh.“ Die Einfahrt zum Illinger Ortsteil Welschbach von Hirzweiler und Hüttigweiler kommend, soll im Bereich der katholischen Kirche St. Laurentius ebenfalls mit einer Mittelinsel als verkehrsberuhigende Maßnahme ausgebaut werden. In Sachen Dorfentwicklungskonzept waren sich die Ortsratsmitglieder einig, dass das Konzept, das bereits vor 20 Jahren entwickelt wurde, fortgeführt wird. Speziell werde man sich dem Thema „Rosendorf Welschbach“ widmen. Der Schwerpunkt liege in der Dorfmitte vom Schulhof bis zur Querstraße. Die Firma Kernplan GmbH werde beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten, informierte Petry. Gesprochen wurde über das Bebauungsplanverfahren „Ende Rothöllstraße 2.“ Konkret geht es hier um die Weiterentwicklung der Fläche, die laut Empfehlung der Ortsratsmitglieder bis zur Karlstraße erweitert und mit einem Wendehammer ausgebaut werden soll. Eine Wohnbebauung ist nicht vorgesehen.

Als Standort für eine Schnellladestaton für E-Bikes legten die Ortsratsmitglieder den Parkplatz vor dem Sportplatz fest. Zum einen befänden sich dort Start- und Zielpunkt der Wanderwege. Außerdem werde dort voraussichtlich im Herbst ein Gastronomiebetrieb eröffnen. Es soll eine Alm gebaut werden; ein Bauantrag sei bereits gestellt. Den Standort habe man bewusst an dieser Stelle gewählt, weil die Stationen so unter sozialer Kontrolle wären und man somit dem Vandalismus vorbeugen könne. Die Renovierung der Cafeteria in der Welschbachhalle soll im Spätherbst abgeschlossen sein. Für die Lokalität suche man einen Pächter.

Petry berichtete, dass die Gemeindeverwaltung ein Konzept für die Renovierungsarbeiten entwickelt hätte. Demnach soll ein neues Buffet eingebaut, Decken und Fußboden erneuert und Streicharbeiten durchgeführt werden.

Die Ortsratsmitglieder waren sich einige, dass die Durchführung eines Seniorentages in Corona-Zeiten mit zu viel Risiko verbunden sei. Sie sprachen sich dafür aus, dass sie die Senioren mit einem Brief über die Gründe informieren, verbunden mit der Hoffnung, dass sobald wie möglich eine Ersatzveranstaltung durchgeführt werden kann.

Die Ortsratssitzung, die in den Räumen der Cafeteria in der Welschbachhalle mit genügend Abstand stattfand, war die erste Zusammenkunft der Ortsratsmitglieder seit April dieses Jahres. Das Gremium war aber nicht untätig und tauschte sich telefonisch oder über eine WhatsApp-Gruppe aus.