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Ortsrat Uchtelfangen
Neue Baugrundstücke schaffen

Uchtelfangen. Uchtelfanger Ortsrat diskutierte über Wohnbebaung am Dellenweg/In den Dellen. Von Maria Boewen-Dörr

Der Tagesordnungspunkt „Beratung über Wohnbebauung am Dellenweg/In den Dellen“ lockte einige Bürger in die Ortsratssitzung von Uchtelfangen, die im Gemeindehaus stattfand. Ortsvorsteher Stefan Maas informierte die Gäste und die Ratsmitglieder umfangreich über die geplante Maßnahme. Der Gemeinderat hatte beschlossen, durch den Verkauf von gemeindeeigenen Grundstücken in diesem Bereich eine Baustelle zu schaffen. Hiervon betroffen wären weitere fünf Anlieger, bei denen angefragt wird, ob sie ihre Grundstücke verkaufen wollen. Mit Genehmigung der Ortsratsmitglieder beteiligten sich Anlieger, die gekommen waren, an der Diskussion.


Architekt Jörg Rechkemmer, ebenfalls Anlieger, erklärte sich bereit, kostenfrei einen Vorschlag für die Umsetzung des Projektes zur Verfügung zu stellen. Er wies darauf hin, dass der Flächennutzungsplan geändert werden müsse und die Gemeinde einen Vorhaben bezogenen Bebauungsplan erstellen müsse. Katrin Krämer interessierte sich für das Zeitfenster, bis dort gebaut werden könne. Eine konkrete Aussage hierzu konnte der Ortsvorsteher nicht machen, er rechnet aber mit mindestens zwei Jahren.

Die Ortsratsmitglieder plädierten für schnelle Umsetzung. „Die Ergebnisse der Anwohnerbefragung sollten uns zeitig vorgelegt werden, damit wir über die weitere Vorgehensweise beraten können“, so Maas.



Einig waren sich die Ortsratsmitglieder, dass versucht werden solle, dort mehrere Grundstück zu generieren und dass die Grundstücksvergabe aufgrund sozialer Aspekte erfolgen solle.

Was die Einführung der Baumbestattungsfelder betrifft, herrschte hingegen keine Einigkeit. Die SPD-Fraktion hatte sich unter Baumbestattung etwas anderes vorgestellt. Bei der gewählten Form fehle die Zuordnung zu den Verstorbenen. Auf den Baumbestattungsfeldern werden die Verstorbenen nebeneinander unter einer Rasendecke bestattet; die Namen der Verstorbenen werden an einer Stele angebracht. In einem Bestattungsfeld können 51 Verstorbene beerdigt werden, in dem anderen 90. Ohne die Stimmen der SPD (vier Enthaltungen) entschied sich der Ortsrat für eine Stele in Dreiecksform; die Ausgestaltung der Namensschilder wurde noch nicht festgelegt. Erfreut wurde die Nachricht aufgenommen, dass die Firma ProWin Spendengeld vom Erlös der gleichnamigen Rallye in Höhe von 6300 Euro zur Verfügung stellte. Davon wurden 600 Euro für eine bereits stattgefundene Musikveranstaltung (Kirmes 2018) als Ausgabe beschlossen. Über die Verfügung des Restbetrages sollen sich die Ortsratsmitglieder bis zur nächsten Sitzung Gedanken machen.

Großes Thema in der Sitzung war das Patronatsfest, das nächstes Jahr Mitte Mai stattfinden wird. Für die Organisation soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden. Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde die Agenda um das Thema „Starkregen am 9. August 2018“ ergänzt. Die Genossen erwarten, dass hier Ursachenforschung betrieben wird. Gründe für die Überschwemmungen insbesondere im Bereich der Göttelborner Straße vermuten sie durch die versiegelten Flächen im angrenzenden Gewerbegebiet und durch die Tieferlegung des Autobahnabschnittes, der sich in unmittelbarer Nähe befindet. Stefan Mathieu (CDU) regte an, die Berechnung des Rückhaltebeckens zu überprüfen, weil dieses bei dem aktuellen Regenaufkommen vielleicht nicht mehr ausreiche. Außerdem gab er zu bedenken, dass durch die lang anhaltende Trockenheit die Böden nicht mehr in der Lage waren, die Wassermassen zu fassen.

Abschließend informierte der Ortsvorsteher über einen Termin am Montag, 17. September, 17 Uhr. Dann wird die Bank der Sinne, die auf dem Bärenbachweg zwischen Uchtelfangen und Wustweiler installiert wurde, eingeweiht. Die Bevölkerung ist eingeladen.