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Ortsrat Hüttigweiler
Ortsrat kritisiert Rasengrabfeld massiv

Hüttigweiler. Heiß diskutiert wurde das Thema Rasengrabfeld im Hüttigweiler Ortsrat. Weiter ging es um das Engagement und den Weggang von Sr. Ulrika. Von Benno Weiskircher

Die Tagesordnung der Ortsratssitzung am Montag im Gasthaus Zum Bamert war zwar überschaubar, dennoch mussten sich die Ratsmitglieder mit einigen brisanten Themen beschäftigen. Zunächst berichtete Torsten Feiß vom technischen Bauamt der Gemeinde Illingen über den barrierefreien Umbau der Bushaltestellen, zu dem die Gemeinde verpflichtet ist. Zwei Haltestellen in der Neunkircher Straße und eine in der Brückenstraße wurden zur Bezuschussung gemeldet. Nach eingehender Diskussion empfahl der Ortsrat den Umbau in der Brückenstraße zurückzustellen und dafür eine Bushaltestelle in der Provinzialstraße wegen der stärkeren Frequentierung barrierefrei einzurichten. Beim Tagesordnungspunkt „Gestaltung von Rasengräbern“ wurde insbesondere die Gestaltung des zuletzt angelegten Rasengrabfeldes vom Ortsrat massiv kritisiert. „Die Kopf-an-Kopf-Belegung des Grabfeldes fand kaum Befürworter“, stellte der Ortsvorsteher Guido Jost fest. „Es sieht furchtbar aus, es gibt nur Klagen von Seiten der Bevölkerung“, bestätigte auch der Ehrenortsvorsteher Walter Schreiner. Der Ortsrat sprach nach eingehendem Meinungsaustausch die Empfehlung an das Friedhofsamt aus, das nächste Rasengrabfeld wieder in der früheren Form anzulegen.



In einem weiteren Punkt informierte Guido Jost über den aktuellen Stand des Projekts „Sanierung Illtalhalle“. Nach den Ausführungen des Ortsvorstehers verzögert sich der Baubeginn wegen der geforderten Brandschutzauflagen durch die Untere Bauaufsicht. Sollten sich Mehraufwendungen durch die Auflagen ergeben, sind Mittelzuweisungen an die Gemeinde durch das saarländische Innenministerium bereits zugesagt. Der Baubeginn des neuen Feuerwehrgerätehauses Ost steht ebenfalls noch aus. Als Grund nannte Jost die immer noch nicht abgeschlossenen Grundstücksverhandlungen zwischen der Zivil- und der evangelischen Kirchengemeinde.

„Ein Thema beschäftigt die Hüttigweiler Bevölkerung wie kein anderes“, begann Jost seine Ausführungen zum Weggang von Sr. Ulrika. Dazu legte er den Ratsmitgliedern den Schriftverkehr vor. Massiv wurde vom Ortsvorsteher die Empfehlung des Rechtsbeistandes der Kirchengemeinde Maria Magdalena, vorsorglich Klage auf künftige Räumung zu erheben, kritisiert. „Für mich ist das die Androhung einer Räumungsklage“, so Jost. Er erinnerte auch an die Äußerung eines Gremiumsmitgliedes der Kirchengemeinde gegenüber dem Ortsrat bei einer früheren Sitzung, dass das Schwesternhaus verkauft werden muss.

Auf die Frage „Wie kann das Engagement der Schwester weitergeführt werden?“ fand Jost selbst Antworten. So könnte das Seniorenturnen durch den Turnverein übernommen werden. Die Seniorenfreizeit wird weiterhin von Sr. Ulrika in Kooperation mit dem DRK durchgeführt. „Die Betreuung von Alten und Kranken und in der Sterbebegleitung kann von uns nicht aufgefangen werden“, so Jost abschließend.

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