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„Die Moral in der Mannschaft war überragend“

Mathias Schwarz (in Rot) ist bester Punktesammler des ASV Hüttigweiler. Foto: Weiskircher
Mathias Schwarz (in Rot) ist bester Punktesammler des ASV Hüttigweiler. Foto: Weiskircher FOTO: Weiskircher
Hüttigweiler. Zehn Siege, ein Remis und nur drei Niederlagen: Die Bilanz der Hüttigweiler Ringer in der 2. Bundesliga lässt sich vorzeigen. Nun ist die Runde zu Ende – und der ASV steht auf dem dritten Platz. Ein großer Erfolg. Werner Kipper

Um es vorwegzunehmen: Die Ringer des ASV Hüttigweiler haben die Vizemeisterschaft in der 2. Ringer-Bundesliga West knapp verpasst. Am letzten Wettkampftag hatten die Athleten von Trainer Christof Gall am Samstag mit dem 19:9-Erfolg ihren Teil zwar erfüllt - im Fernduell siegte der KSV Witten gegen den bis dahin unbesiegten Meister KSV Ispringen aber mit 20:16, so dass die Wittener die Nase noch knapp vor dem ASV Hüttigweiler haben.

Zum Finale bezwangen die Illtaler vor etwa 350 Zuschauern den RC Merken mit 19:9. Die Gastgeber begannen furios. Nach den drei Schultersiegen von Christian Vaginiuc gegen Massud Khesraw, Nedelcho Nedelchev gegen Siegfried Sitner und Dimitar Zhelev gegen Frederic Bondank schienen die ASV-Athleten die Merkener Gäste überrollen zu wollen. Doch dann unterlagen der durch eine Operation beeinträchtigte Kim Werkle gegen Andreas Enns (1:3), Lukas Wagner gegen Maxim Mamulat und Khetag Kesaev (0:4) gegen Abusupiyan Magomedov (3:10). So wurde es noch einmal spannend. Für die Entscheidung sorgten dann mit starken Auftritten Danny Hippchen (7:0 gegen Juri Baron) und Till Bialek (5:2 gegen Alexander Kleer). Bialek drehte in den letzten 20 Sekunden einen schon verloren geglaubten Kampf und stellte den Gesamtsieg endgültig sicher.

Franck Hassli stemmte sich danach mit aller Kraft gegen den in der gesamten Runde unbesiegten Zoltan Lakatos, konnte eine 0:3-Niederlage aber nicht verhindern. Im letzten Kampf der Saison zeigte Mathias Schwarz noch einmal Freistilringen vom Feinsten. Den passiv eingestellten Istvan-Lajos Nemeth punktete er mit 8:0 aus.

"Die Moral in der Mannschaft war überragend", sagte ASV-Cheftrainer Gall am Ende einer glänzend verlaufenden Punktrunde. Mit Freistiltrainer Jürgen Weiskircher hatte er über die gesamte Saison eine starke und hoch motivierte Mannschaft geformt, die mit zehn Siegen, einem Unentschieden und nur drei Niederlagen eine seit Jahren nicht mehr erreichte Bilanz vorzeigen kann. Der Lohn für unermüdliche Trainingsarbeit: ein im Vorfeld nicht erwarteter dritter Rang in der 2. Ringer-Bundesliga West. "Wir haben eine tolle Runde erlebt, so macht das Ringen Spaß", fasste es der ehemalige ASV-Vorsitzende Walter Dörr nach dem Schlussgong zusammen.

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