Nach Brandbrief aus Illingen verweist das Bistum auf Anhörung der Pfarrer und Gremien

Streit um XXL-Pfarreien im Raum Illingen : Trierer Bischof weist Kritik an Pfarreienreform zurück

Das Bistum Trier hat die Kritik aus dem Saarland an der Einteilung der künftigen Großpfarreien zurückgewiesen. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann habe den Brandbrief des Illinger Bürgermeister Armin König (CDU) erhalten, teilte am Montag Judith Rupp, die Sprecherin Ackermanns, der SZ mit.

Ackermann habe König jedoch noch nicht antworten können. König hatte Ackermann in dem Brandbrief vorgeworfen, mit der Verteilung der Pfarreiengemeinschaften Illingens auf die neuen XXL-Pfarreien Lebach und Neunkirchen die gewachsenen Strukturen in der Gemeinde Illingen ohne Not zu zerstören. „Was da geplant ist, ist absurd“, hatte König an den Bischof geschrieben (die SZ berichtete). Rupp betonte dagegen, dass die Entscheidung für den Raumzuschnitt nach einer Rückmeldephase, an der sich jede und jeder habe beteiligen können, sowie einer formalen Anhörungsphase, in der die Gremien und amtierenden Pfarrer gehört worden seien, getroffen wurde. „Die Aussage, dass die engagierten Laien und das Kirchenvolk nicht gehört wurden, ist damit nicht korrekt, da deren Hinweise in die Entscheidung eingeflossen sind“, sagte Rupp.

Zudem erklärte Rupp, dass das Bistum am Sonntag die SZ-Anfrage nicht beantwortet habe, da zwischen Anfrage und Veröffentlichung des Berichts nur wenige Stunden gelegen hätten. Es sei somit an einem Sonntag nicht möglich gewesen zu antworten.

Mehr von Saarbrücker Zeitung