Wadern : Wadriller Wunsch erfüllt: 18 neue Baugrundstücke erschlossen

„Im Flürchen“: Auf rund 1,6 Hektar ist am Ortsrand ein neues Baugebiet geschaffen worden.

Nach einer Bauzeit von rund 16 Monaten wurde vor wenigen Tagen das Neubaugebiet „Im Flürchen“ in Wadrill offiziell vom Waderner Bürgermeister Jochen Kuttler im Beisein der beiden Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft KEV Frank Backes und Elke Simon sowie dem Wadriller Ortsvorsteher Joachim Brücker, Ehrenortsvorsteher Josef Koch und einiger Ortsratsmitglieder eröffnet und für die Bebauung freigegeben.

„Damit geht für uns Wadriller ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Blickt man zurück, so hatten wir ein total verwildertes Gelände, dessen Herrichtung zu Baugelände aufgrund seiner Schräglage durchaus eine Herausforderung war. Es stellt aber nunmehr eine Bereicherung für unseren Ort und seine Bürger dar“, sagte Ortsvorsteher Brücker zur Begrüßung und blickte auf die Entstehungsgeschichte zurück. „Erste Bemühungen, dieses Baugebiet zu schaffen, gab es bereits im Jahre 2006 durch meinen Vorgänger Josef Koch im Rahmen der Flurbereinigung, jedoch ließ die Gesetzeslage zu dieser Zeit eine Erschließung nicht zu.“

Durch die Änderung des Baugesetzes zur Nachverdichtung im Innenbereich konnte erst einige Jahre später mit der Erschließung begonnen werden, nicht zuletzt aber auch durch die Verkaufsbereitschaft der ehemaligen Grundstückseigentümer und die Kooperationsbereitschaft der beteiligten Anwohner. Damit stehen nun im drittgrößten Stadtteil der Stadt Wadern 18 neu erschlossene Baugrundstücke zur Verfügung. Das Gebiet liegt innerhalb der bestehenden Bebauung zwischen der Hochwaldstraße und der Mühlenstraße und bietet einen wunderschönen Ausblick auf den Hochwald.

Auf einer Fläche von rund 1,6 Hektar sind Baugrundstücke von 580 bis 940 Quadratmetern entstanden. Die komplexe Sachlage erklärte Bürgermeister Kutter: „Nachdem die Landesplanung es ermöglicht hat, größere Bauflächen innerorts zu erschließen, sind wir direkt tätig geworden, um in Wadrill Bauwilligen Land zur Verfügung zu stellen, denn am Bedarf bestanden keine Zweifel.“ Wadrill gehöre neben Wadern und Nunkirchen zu den Orten mit der höchsten Nachfrage nach Bauland in der Stadt. „Allerdings sind uns in allen Stadtteilen mehr oder weniger die Hände gebunden, was die künftige Ausweisung von Bauland angeht“, stellt der Verwaltungschef klar.

Die Vielzahl von Baulücken in den einzelnen Orten wird der Stadt auf das Baulandkontingent angerechnet. Anders ausgedrückt: Das Land genehmigt den Kommunen im Saarland kaum neues Bauland, weil etliche frühere Baugebiete viele Lücken in der Bebauung aufweisen, Lücken, die nie geschlossen wurden. Die Eigentümer der brachliegenden Flächen erhielten die Bauplätze seinerzeit oft, weil sie Land in ein Neubaugebiet eingebracht hatten.

Der Fehler im System: Früher wurde keine Baufrist vereinbart, so dass die leeren Baugrundstücke oft Jahrzehnte und zum großen Teil bis heute ungenutzt blieben. Umso erfreulicher fand es Bürgermeister Jochen Kuttler, dass in Wadrill durch die Arrondierung, also die innerörtliche Erschließung einer größeren Landfläche, dem Bauwunsch vieler Bewohner des Wadrilltals nun entsprochen werden kann.

Mit der Erschließung des Neubaugebiets investierten das Abwasserwerk der Stadt Wadern und die stadteigene Gesellschaft KEV insgesamt eine Million Euro für Baukosten, Nebenleistungen und den Grunderwerb. Darüber hinaus kommen noch die Investitionen für Strom, Wasser und moderne Telekommunikation hinzu. Im Glasfaserausbaugebiet ist Internet mit Highspeed, Fernsehen in Full HD und Telefonieren mit höchster Sprachqualität über einen Anschluss möglich.