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Besseringen
Die Parkpflege in neue Hände legen

Der Bürgerpark in Besseringen soll künftig von einem neuen Dienstleister gepflegt werden.
Der Bürgerpark in Besseringen soll künftig von einem neuen Dienstleister gepflegt werden. FOTO: SZ / Nicole Holz/CEB
Besseringen. Die Pflegearbeiten im Bürgerpark in Besseringen sollen neu ausgeschrieben werden. Das hat jetzt der Merziger Stadtrat beschlossen.

Die Stadt Merzig wird den Pflegevertrag für den Bürgerpark Besseringen mit der Gesellschaft für Infrastruktur und Beschäftigung des Landkreises (GIB) sowie dem CEB-Fortbildungswerk fristgemäß kündigen und die Pflegearbeiten neu ausschreiben. Dies beschloss der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit (zwei Gegenstimmen, vier Enthaltungen). Der Bürgerpark Besseringen zählt zum Netzwerk „Gärten ohne Grenzen“. Der bisherige Pflegevertrag wurde im Jahr 2003 geschlossen und läuft bis März 2018. Ohne eine fristgemäße Kündigung (drei Monate vor Ablauf der Laufzeit) würde er sich um drei Jahre verlängern.


Die Stadt möchte aber die Pflege des Bürgerparks neu ausschreiben. Zum einen soll dies zur Haushaltskonsolidierung beitragen, wie es von Seiten der Verwaltung hieß. So seien die jährlichen Ausgaben für die Pflege des Bürgerparks von anfangs 19 100 Euro auf zuletzt 24 300 Euro gestiegen. Es gab aber wohl auch Probleme hinsichtlich der Art und Weise, wie der Bürgerpark in Stand gehalten wurde, wie eine Aussage von Bürgermeister Marcus Hoffeld in der Ratssitzung verdeutlichte: „Wir waren mit den erbrachten Pflegeleistungen sehr unzufrieden“, bekräftigte der Verwaltungschef. Ähnliche äußerte sich der Besseringer Ortsvorsteher und SPD-Stadtverordnete Nikolaus Lorenz: „Es gab in jüngster Zeit vermehrt Beschwerden darüber, dass die beauftragten Firmen ihren Pflichten nicht ordnungsgemäß nachgekommen sind.“

Die Stadt will sich zudem grundlegende Gedanken um die weitere Nutzung und Ausgestaltung des Parkareals machen. Dass vor einer abschließenden Klärung dieser Frage jetzt schon der Pflegevertrag gekündigt werden soll, war für den Grünen-Vertreter im Rat, Klaus Borger, Anlass zur Kritik an der Verwaltung: „Warum geht die Stadt hin, kündigt zunächst den Vertrag und will dann über neue Ideen und Vorschläge zur Gestaltung des Areals nachdenken?“, monierte Borger. Nach seinem Dafürhalten müsse das umgekehrt laufen. Borger mahnte eine Erhaltung des Parks als Naherholungsstätte an: „Der Bürgerpark ist der letzte Ort in Besseringen, der noch eine gewisse Bedeutung für die innerörtliche Erholung hat.“ Der Bürgerpark solle auf jeden Fall als Grünanlage erhalten bleiben, versicherte darauf Bürgermeister Hoffeld.



Das aus Besseringen stammende Ratsmitglied Axel Ripplinger (CDU) mahnte an, ein vernünftiges Konzept für die Fläche aufzustellen und dabei so umfassend wie möglich den Ortsrat einzubinden.