Die Heimat in Bildern festgehalten

Die Heimat in Bildern festgehalten

Merzig. Ab 9. November sind Arbeiten von Otto von Pidoll zu Quintenbach, ab 27. November von Octavie de Lasalle von Louisenthal zu sehen. Der Losheimer Maler Otto von Pidoll zu Quintenbach wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden

Merzig. Ab 9. November sind Arbeiten von Otto von Pidoll zu Quintenbach, ab 27. November von Octavie de Lasalle von Louisenthal zu sehen. Der Losheimer Maler Otto von Pidoll zu Quintenbach wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Er war Heimatmaler und hat in zahlreichen Bildern seinen Heimatort Losheim, den Hochwald und die Umgebung mal mit Ölfarben, mal mit Bleistift im Bild festgehalten. Otto von Pidoll, von Beruf Maler- und Anstreichergeselle, war in den 1920er Jahren auf Wanderschaft durch Deutschland als Kunst- und Freskenmaler und Gemälderestaurator tätig und hat viele Bilder von dieser Zeit mitgebracht. Anlässlich seines Geburtstages wird im Museum Schloss Fellenberg ein "Otto von Pidoll-Kabinett" eingerichtet. Zahlreiche Leihgaben erzählen über das alte Losheim, den Ort Britten oder über die Saarschleife. Das "Otto-von Pidoll-Kabinett" wird am 9. November anlässlich des Heimattages 2008 eröffnet. Aber auch eine weitere Ausstellung zu einer bekannten Künstlerin unserer Region ist in Vorbereitung: Leben und künstlerisches Wirken von Octavie de Lasalle von Louisenthal. Octavie de Lasalle, die fälschlicherweise immer als "Malergräfin von Dagstuhl" bezeichnet wird, war die Schwester von Rudolf de Lasalle von Louisenthal, der von 1866 bis 1875 als Landrat des Kreises Merzig fungierte. Der Titel "Gräfin" ist zwar eine falsche Standesbezeichnung, macht aber die hohe Stellung von Octavie de Lasalle in der Bevölkerung deutlich. Sie hat sich intensiv mit der religiösen Kunst beschäftigt, aber auch Porträt- und Tierstudien zählen zu ihrem Werk. Die Merziger Ausstellung wird mit zahlreichen Leihgaben und Vergleichsbeispielen ihr künstlerisches Schaffen ab 27. November vorstellen.

Otto von Pidoll zu Quintenbach.

Auf einen BlickUm einen Überblick über das künstlerische Wirken im Kreis zu erhalten, möchte das Museum Schloss Fellenberg einen "Almanach der Kunstschaffenden im Landkreis Merzig-Wadern" erstellen. Wer ist im Landkreis Merzig-Wadern künstlerisch tätig? Dieser Frage geht das Museum nach und will in einem Almanach die Kunstschaffenden festhalten. Wer macht was und wo? Alle, die sich professionell mit Kunst beschäftigen, aber auch diejenigen, die Kunst als Hobby betreiben, werden gebeten sich im Museum zu melden. Museum Schloss Fellenberg,Torstraße 45a, 66663 Merzig, Telefon (06861) 793 030, Fax (06861) 793 032, E-Mail: info@museum-schloss-fellenberg.de. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung. kaw