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Saarland will Arztpraxen auf Corona-Impfung vorbereiten

Hoffnung auf nächsten Impfstoff : Saarland will Arztpraxen auf Corona-Impfung vorbereiten

Damit die niedergelassenen Ärzte im Saarland in die Impfungen gegen Covid-19 einsteigen können, plant das Gesundheitsministerium ein Modellprojekt.

„Sobald ausreichend und geeigneter Impfstoff für eine Impfung bei den ambulant tätigen Ärzten vorhanden ist, müssen wir handlungsfähig sein“, erklärte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) am Mittwoch.

Bis zu acht Praxen sollen die Abläufe einer Impfung durchspielen. Daraus soll eine „Arbeitsanleitung für alle“ entstehen. So formuliert es Dr. Gunter Hauptmann, der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), die sich wie die Ärztekammer im Saarland an dem Vorhaben beteiligt. Die Mediziner bereiten sich auf die Zeit vor, in der ein weiterer und alltagstauglicherer Impfstoff zur Verfügung stehen wird. Dabei ruhen die Hoffnungen auf dem Vakzin von AstraZeneca, das sich im Kühlschrank lagern lässt und in absehbarer Zeit eine Zulassung erhalten soll.

Man überlege gemeinsam mit dem Ministerium schon länger, wie man einen solchen Impfstoff „möglichst schnell in die Fläche bringen“ könnte, sagt Hauptmann. „Unsere Forderung ist: Wenn der einfache Impfstoff kommt, verimpfen wir den in den Praxen.“ Der Ärztechef verweist auf das Potenzial, dass allein die Hausärzte für eine flächendeckende Immunisierung haben könnten. In dem Modellprojekt geht es vor allem um die Meldungen durchgeführter Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI), aber auch um eine reibungslose Belieferung. Hauptmann zufolge stehen die Praxen für das Projekt bereits fest.