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Kommunalpolitik reagiert auf Urteil gegen Homburger OB

Urteil in Detektiv-Affäre : Schneidewind bleibt vorerst suspendiert

Rüdiger Schneidewind (SPD) bleibt auch nach dem neuerlichen Urteil des Landgerichts suspendiert. Die Reaktionen in Homburg fallen unterschiedlich aus – wo mancher ein „gutes Urteil“ sieht, haben andere „gemischte Gefühle“.

Rüdiger Schneidewind (SPD) bleibt auch nach dem neuerlichen Urteil des Landgerichts suspendiert. Das teilte auf Anfrage das Innenministerium in Saarbrücken als Kommunalaufsicht mit. Die Suspendierung dauere so lange, bis das Urteil rechtskräftig sei, so der stellvertretende Pressesprecher des Ministeriums, Christian Stoll. Anschließend werde man die schriftliche Urteilsbegründung prüfen und dann neu entscheiden.

Derweil reagierte der kommissarische Verwaltungschef der Stadt Homburg, Michael Forster (CDU), mit „gemischten Gefühlen“ auf das Urteil. Zum einen freue er sich für Schneidewind persönlich für das mildere Urteil. Zum anderen sei weiterhin unklar, wie es im Rathaus weitergehe, zumal eine Reaktion der Kommunalaufsicht erst nach einem rechtskräftigen Urteil zu erwarten sei.

Schneidewinds Parteifreund, SPD-Vorsitzender Wilfried Bohn, freute sich über das „gute Urteil“ vor allem mit Blick darauf, wie hoch die Strafe im ersten Prozess ausgefallen sei. Für weitere politische Bewertungen sei es noch zu früh. Nun müsse man zunächst abwarten, ob das Urteil Rechtskraft erlange oder ob die Staatsanwaltschaft möglicherweise Revision einlege.