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Der Countdown für den "Hobbit" läuft

Der Countdown für den "Hobbit" läuft

Völklingen. Filmfreunde aus der ganzen Republik freuen sich auf den Fantasy-Film "Der Hobbit", der am morgigen Donnerstag Premiere feiert. Im Völklinger "Residenz"-Kino darf der überlange, drei Stunden dauernde Streifen sogar schon heute aufgeführt werden - Vorpremiere heißt das

Völklingen. Filmfreunde aus der ganzen Republik freuen sich auf den Fantasy-Film "Der Hobbit", der am morgigen Donnerstag Premiere feiert. Im Völklinger "Residenz"-Kino darf der überlange, drei Stunden dauernde Streifen sogar schon heute aufgeführt werden - Vorpremiere heißt das. Glaubt man den Verantwortlichen, dann hängt vom Zuspruch des hiesigen Publikums auch die Zukunft des Kinos ab. Nur wenn die Besucherzahlen von Anfang an hoch seien, bekomme "Völklingen" auch künftig die so genannten Startfilme. Und nur wer Startfilme biete, könne auf Dauer überleben, sprich: auch in neue Technik investieren, heißt es zur Erläuterung.Inge und Günter Theis, Eigentümer der Immobilie und des Lichtspieltheaters, waren über Monate traurig, dass ihr Haus nicht mehr bespielt wurde. Die letzte Pächterin hatte im Februar aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben. Neue Interessenten waren nicht zu finden. Nun gelang es endlich, einen Pächter zu gewinnen: den Bayern Peter Pickl (wir berichteten bereits). "Er nimmt jede Hürde, wir sind fest überzeugt, dass er seine Chance ergreift", schwärmt Inge Theis vom Eifer des 48-Jährigen, der seit fast zwei Wochen im Haus wohnt und die meisten Verschönerungsarbeiten selbst ausführt.

Der Start des Oberfranken als Völklinger Kino-Macher wurde von vielen Kinofreunden wohlwollend bis euphorisch begrüßt. Es gab allerdings auch Stimmen, die an Pickls Fähigkeit zweifeln, ein Kino erfolgreich zu betreiben. Der Betroffene selbst sieht sich als Opfer von Neidern, die mit unhaltbaren Behauptungen im Internet agierten. Er habe nie einen Betrieb in die Insolvenz geführt, wie behauptet werde; und er brauche sich vor niemanden zu rechtfertigen. Günter Theis ärgerte sich mit Gespräch mit unserer Zeitung über "Dummschwätzer", die in anonymen Briefen seinen neuen Pächter "in unverschämter Weise" anfeindeten, statt sich zu freuen, dass endlich wieder ein Unternehmer wage, ein Kino aufzusperren.Foto: Becker & Bredel