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Neuauflage des „Luxleaks“-Prozesses im Dezember

Neuauflage des „Luxleaks“-Prozesses im Dezember

Der "Luxleaks"-Prozess um die Enthüllungen fragwürdiger Steuergeschäfte internationaler Konzerne mit den Luxemburger Finanzbehörden geht vom 12. Dezember an in die zweite Runde. Zwei der drei Angeklagten und die Staatsanwaltschaft hatten gegen das Urteil des Bezirksgerichts Luxemburg von Ende Juni Berufung eingelegt.

Der Hauptangeklagte Antoine Deltour, der vor seinem Ausscheiden bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers rund 45 000 Seiten Dokumente über Steuervorbescheide ("Tax Rulings") großer Konzerne kopiert hatte, war zu zwölf Monaten Haft auf Bewährung und 1500 Euro Geldbuße verurteilt worden. Gegen seinen Buchhalter-Kollegen Raphaël H. verhängte das Gericht eine Bewährungsstrafe von neun Monaten und eine Geldbuße von 1000 Euro. Der Journalist Edouard Perrin wurde vom Vorwurf der Anstiftung zum Diebstahl freigesprochen. In dem Verfahren müssten sich alle drei Angeklagten nochmals verantworten, sagte ein Justizsprecher.