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Zweibrücken hat niedrigste Inzidenzzahl in Rheinland-Pfalz

Aber vier Todesfälle in Kreis Südwestpfalz und Stadt Pirmasens : Zweibrücken sinkt in niedrigste Corona-Warnstufe

In den Risikogebieten Pirmasens und Kreis Südwestpfalz gibt es dagegen schon wieder vier Todesfälle in Seniorenheimen.

In Pirmasens und der Südwestpfalz sind am Freitag mehr Corona-Tote gemeldet worden als im benachbarten Zweibrücken seit Beginn der Pandemie vor etwa einem Jahr insgesamt.

Mit den vier weiteren Verstorbenen steigt die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen im gemeinsamen Gesundheitsamtsbezirk Südwestpfalz nach Angaben der Kreisverwaltung auf 102 – davon sind nur drei aus Zweibrücken.

An den Folgen einer Covid19-Erkrankung verstarben laut der Pressemitteilung von Freitag ein Mann sowie eine Frau zwischen 80 und 90 Jahren aus dem Haus Gräfenstein in Rodalben. Eine Frau zwischen 90 und 100 Jahren aus dem Haus Gräfenstein in Rodalben verstarb mit einer Corona-Infektion. Ein Mann zwischen 70 und 80 Jahren aus dem Pflegezentrum Steinstraße in Pirmasens verstarb an den Folgen seiner Infektion. „Wir wünschen den Angehörigen viel Kraft in dieser schweren Zeit“, nahm Landrätin Susanne Ganster (CDU) Anteil am Tod der Verstorbenen.

Hinsichtlich des am Vortag gemeldeten an Covid-19 verstorbenen 85- bis 85-jährigen Mannes stellte die Kreisverwaltung richtig, dass dieser nicht im Haus Bethesda in Thaleischweiler-Fröschen lebte, sondern im Haus Edelberg in Rodalben.

Am Freitag haben sich im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts 24 Covid-19-Neuinfektionen bestätigt. Auch hiervon ist nur eine in Zweibrücken. Die Inzidenzzahl in der Rosenstadt (Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je rechnerisch 100 000 Einwohner) sinkt damit auf 29,2. Damit sinkt Zweibrücken als einziges Gebiet in Rheinland-Pfalz in die niedrigste Corona-Warnstufe gelb und hat auch deutschlandweit einen der niedrigsten Werte. Dagegen bleibt die Stadt Pirmasens mit einer Inzidenz von 64,4 in der höchsten Alarmstufe rot. Der Landkreis Südwestpfalz, der am Vortag noch knapp in der mittleren Gefahrenstufe orange war, ist nun mit einer Inzidenz von 51,7 knapp wieder in der Risikogebiets-Alarmstufe rot.

Ergebnisse der Ermittlungen vorliegender und neuer Fälle im Gesundheitsamt betreffen auch zwei Einrichtungen: Im Pflegezentrum Steinstraße in Pirmasens wurde bei sieben Bewohnern und einer Mitarbeiterin das Virus Sars-CoV-2 festgestellt. Auch eine Mitarbeiterin aus dem Kindergarten Großsteinhausen wurde positiv getestet.

Aktuell sind im Gesundheitsamtbezirk 192 Menschen infiziert, neun weniger als am Vortag. Davon leben in Zweibrücken 23 Personen (minus 3), in Zweibrücken-Land 10 (+3) und Thaleischweiler-Wallhalben 9 (+1).

Seit Pandemie-Beginn gab es im Gesundheitsamtsbezirk 2717 bestätigte Infektionen. Diese Fälle verteilen sich auf Pirmasens (744/9 davon am Freitag neu), Zweibrücken (436/1) sowie die Verbandsgemeinden Dahner Felsenland (231), Hauenstein (137/2), Pirmasens-Land (169/2), Rodalben (278/3), Thaleischweiler-Wallhalben (318/2 neu, beide Nünschweiler), Waldfischbach-Burgalben (179) und Zweibrücken-Land (224/5 neu, davon 3 Dellfeld und 2 Bechhofen). Ein Fall außerhalb des Zuständigkeitsbereiches wird in der kumulierten Fallzahl mitgeführt.

Was tun bei Corona-Verdacht? Das Gesundheitsamt in Pirmasens empfiehlt Personen mit Symptomen, sich umgehend telefonisch bei Hausärztin/-arzt, der Gesundheitsamts-Hotline (0 63 31) 809-750 (Montag bis Freitag 9-15 Uhr sowie letztmals Samstag 10-14 Uhr), der landesweiten (0800) 99 00 400 (Montag bis Sonntag 8-19 Uhr) oder der ärztlichen Bereitschaftszentrale Pirmasens 1 92 92 zu melden. Für die Bürger der Stadt Zweibrücken ist die Bereitschaftszentrale unter der Telefonnummer 116 117 zuständig.